Am 30. November ist der Stichtag, um die Kfz-Versicherung zu wechseln. In den verbleibenden Tagen werden viele Verbraucher auf Vergleichsportale setzen. Darüber hinaus gibt es jedoch weitere Möglichkeiten, um ein günstiges Angebot zu entdecken.

Einfach im Internet surfen und Geld sparen. Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Wer gegen Ende des Jahres seine Kfz-Versicherung wechseln und günstigere Konditionen ergattern will, greift gerne auf Online-Vergleichsrechner zurück. Mit einem Klick werden hier die besten Angebote für das jeweilige Fahrzeug gezeigt. Oder?

"Zufall, Willkür, Verbrauchertäuschung." So lautet die Überschrift eines Testberichts von Ökotest. Insgesamt sechs Vergleichsportale haben die Tester unter die Lupe genommen, mit dabei auch Check24.de und Transparo.de, aber ohne Verivox. Die Kernaussage des Magazins: Online-Vergleichsportale sind nicht das Gelbe vom Ei, doch ohne sie ist es auch nicht wirklich besser. Die Suche nach dem günstigsten Tarif gerät dann zu einem "hoffnungslosen Unterfangen."

Bis 30. November können Fahrer bei der Kfz-Versicherung umsteigen.

Vorsicht: Vergleichsportale zeigen oft nicht alle Angebote

Wer also seine Kfz-Versicherung wechseln möchte, für den können die Vergleichsportale durchaus am Anfang der Recherche stehen. Wichtig ist: Je näher die Suche am Stichtag (30. November) liegt, umso besser werden die Angebote. Der Ökotest warnt davor, dass die Vergleichsportale nur bestimmte Versicherer auflisten. Die Suchergebnisse sind also nicht unabhängig.

Weil die Vergleichsportale für Vertragsabschlüsse Provision kassieren, sind sie nichts anderes als Online-Versicherungsmakler. Nicht jede Assekuranz vertreibt ihre Produkte über Vergleichsportale, einige Versicherer arbeiten nur mit ausgewählten Seiten zusammen.

Verschiedene Vergleichsseiten und Direktversicherer parallel prüfen

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Wer sich einen optimalen Marktüberblick verschaffen will, sollte die Angebote verschiedener Vergleichsseiten prüfen. Dazu gibt der Verbraucher die Fahrzeugmerkmale sowie den gewünschten Versicherungsschutz identisch auf zwei oder mehreren Portalen ein und ermittelt so im Idealfall das günstigste Angebot.

Direkt-Versicherer wie die HUK24 und WGV sind in vielen Vergleichsportalen außen vor, obwohl sie oft günstige Angebote haben. Potenzielle Kunden sollten sich auch bei diesen Anbietern über aktuelle Konditionen informieren. Ökotest empfiehlt außerdem einen Langzeittest: Weil die Preise gerade im Oktober und November stark schwanken, sollten mögliche Kunden die Suchmaschine im Abstand von mehreren Tagen erneut mit den Informationen füttern. Kurz vor dem Ende der regulären Kündigungszeit, oder bei Beitragserhöhungen vor dem Ablauf eines Monats nach Eingang der Rechnung, sollte man dann den günstigsten Anbieter wählen.

Tipps zur günstigsten Versicherung

Um das günstigste Angebot herauszufiltern, sollten die Verbraucher mit verschiedenen Versicherungskonditionen experimentieren. Das Magazin "Finanztip" rät beispielsweise, kleinere Schäden im Rahmen einer Selbstbeteiligung (150 bis 300 Euro) selbst zu zahlen. So ließen sich ordentliche Rabatte erzielen. Werkstattbindungen könnten sich ebenfalls positiv auf den Preis auswirken. Die jährliche Fahrleistung wird von vielen Versicherungsnehmern außerdem zu hoch eingeschätzt. Hier sollten Verbraucher vorab detailliert nachrechnen.

Die folgenden Tarifoptionen sollten "Finanztip" zufolge jedoch immer mit angewählt werden: Erhöhte Deckungssummen für schwere Unfälle (50 bis 100 Millionen Euro), grobe Fahrlässigkeit, Mallorca-Police für Versicherungsschutz bei Mietwägen und Marderschäden mit Folgeschäden.