Unter den deutschen Weihnachtsbäumen lagen im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Geschenk-Gutscheine. Einige Beschenkte freuen sich darüber, viele lösen ihn aber nicht einmal ein. Dabei können unpassende Gutscheine sogar in Bares umgewandelt werden.

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Auch im vergangenen Jahr führten Geschenk-Gutscheine die Top Ten der beliebtesten Weihnachtsgeschenke an. Nach Erhebungen des Marktforschers GfK gaben Verbraucher in Deutschland 2015 rund 1,7 Milliarden Euro für Gutscheine als Weihnachtsgeschenke aus. "Sie sind der weihnachtliche Problemlöser schlechthin", sagt Bernd Ohlmann vom Handelsverband Bayern gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa).

Wie lange halten Gutscheine?

Der Beschenkte sollte vor allem bei Event-Gutscheinen das Datum im Auge behalten. Denn während manche Ereignisse regelmäßig stattfinden, sind andere an einen bestimmten Termin gekoppelt. "Grundsätzlich gilt das Datum, das auf dem Gutschein steht", sagt Hanna Doreen Jeske, Juristin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, gegenüber der dpa.

Ist dort nichts vermerkt, kann sich derjenige mit dem Einlösen drei Jahre Zeit lassen. Haben Sie also im vergangenen Jahr einen Gutschein erhalten, egal ob im Juli oder Dezember, ist dieser bis zum 31. Dezember 2018 gültig.

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Warum werden Gutscheine nicht eingelöst?

Gutscheine sind für viele ein ideales Last-Minute-Geschenk. Aber auch die Händler erfreuen sich an ihnen. Ein Teil der Erlebnisgeschenke wird nämlich niemals eingelöst. Das mag an einem ungeeigneten Gutschein liegen oder daran, dass dem Beschenkten der Weg zum Geschäft zu lästig ist.

Viele Verbraucher würden unpassende Gutscheine im Laden gern gegen Bargeld umtauschen. Allerdings sind die Händler dazu nicht verpflichtet und wollen den Betrag meistens nicht auszahlen, da sie dadurch keinen Gewinn erzielen. Ungewollte Geschenkkarten müssen deshalb aber noch lange nicht Hause im Regal verstauben.

Gutscheine in Bares verwandeln

Einige Unternehmen haben es sich zur Aufgabe gemacht, ungeliebte Gutscheine aufzukaufen. Von der Seite "Gutschein Spezialist" beispielsweise erhält man 80 Prozent des ursprünglichen Gutschein-Wertes ausbezahlt. Einen Teil des Geldes kann man dabei für wohltätige Zwecke spenden, wenn man möchte.

Auf der Seite kann man zudem Gutscheine kaufen. Diese kosten 90 Prozent des ursprünglichen Wertes. Auf anderen Seiten wiederum, zum Beispiel Ebay, können Sie den Gutschein selbstständig zum Verkauf anbieten oder günstigere Gutscheine erwerben.

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(ff/dpa)