Wiesbaden (dpa) - Erstmals seit zwei Jahren ist die Zahl der Schulanfänger wieder über 700 000 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete, wurden im laufenden Schuljahr 2014/15 genau 708 220 Kinder eingeschult.

Das waren 2,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor, aber 13,7 Prozent weniger als noch vor zehn Jahren.

Den stärksten Anstieg gab es im Osten: In Brandenburg wurden 20 800 Kinder eingeschult, ein Plus von 5,2 Prozent; in Sachsen stieg die Zahl der Erstklässler um 4,8 Prozent auf 34 600. Einen leichten Rückgang von 0,3 Prozent auf 96 000 Schulanfänger verzeichnete Baden-Württemberg. Im Osten hatte es durch den Geburtenknick nach der Wende einen starken Rückgang Ende der 1990er Jahre gegeben: Von 1995 bis 2001 hatte sich dort die Zahl der Schulanfänger auf 102 000 mehr als halbiert.

Die Zahl der ABC-Schützen war deutschlandweit jahrelang gesunken und 2012 erstmals unter 700 000 gefallen. Im vergangenen Jahr hatte es ein leichtes Plus um 0,2 Prozent gegeben. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre lag die Zahl der Schulanfänger noch bei über 900 000, nach Angaben des Bundesamts war 1995 mit 953 155 der bisher höchste Stand erreicht. Im Jahr 2001 waren erstmals weniger als 800 000 Kinder eingeschult worden.© dpa