Berlin (dpa/tmn) - Nachtschichten sind für die meisten Menschen auf Dauer sehr belastend. Vor allem der Schlafrhythmus leidet unter den extremen Arbeitszeiten. Die richtige Ernährung kann dem entgegenwirken.

Arbeitnehmer sollten versuchen, in der zweiten Hälfte ihrer Nachtschicht keinen Kaffee zu trinken. Vielen fällt es schwer, nach der Arbeit in der Früh einzuschlafen - das Koffein hält dann zusätzlich wach, sagt Anette Wahl-Wachendorf vom Verband der Betriebs- und Werksärzte. Wer Schlafprobleme hat, verzichtet außerdem besser auf fettreiche Speisen wie Pizza, weil das Essen schwer im Magen liegt.

Im Schlafzimmer ist es nach der Nachtschicht am besten möglichst dunkel. Das gilt selbst dann, wenn jemand nicht sehr lichtempfindlich ist und normalerweise Jalousien nicht herunterlässt. Menschen schlafen tagsüber deutlich schlechter als nachts - es hilft ihnen deshalb sehr, wenn es im Zimmer abgedunkelt ist. Die Zimmertemperatur liegt am besten bei unter 20 Grad.

Hin und wieder Schlaftabletten zu nehmen, sei durchaus in Ordnung, wenn Berufstätige nur sehr schwer in den Schlaf finden. Wichtig sei eine vorherige Absprache mit dem Arzt, erklärt Wahl-Wachendorf. Denn manche Menschen riskieren, durch Schlafmittel in eine Abhängigkeit zu rutschen.© dpa