Schnee, Hagel und Sonnenschein - Das Wetter in Deutschland spielt nur noch verrückt. In wenigen Tagen soll auf das Schneetreiben ein Temperaturanstieg von bis zu 15 Grad folgen. Solche Temperaturschwankungen lassen auch nicht den Körper kalt. Auf was Sie in den nächsten Tagen achten müssen und wer dabei besonders betroffen ist.

Während in Deutschland Bibber-Wetter mit Wolken, Regen und Schnee herrscht, erwarten Meteorologen bereits am Wochenende einen erheblichen Temperaturanstieg. Alle Zeichen stehen auf Frühling, selbst die 20-Grad-Marke soll laut Diplom-Meteorologen Dominik Jung fallen. Das mag die Sonnenanbeter freuen, trotzdem haben diese Temperaturschwankungen einige gesundheitliche Auswirkungen. Der menschliche Körper muss sich immer in einem Gleichgewichtszustand befinden und reguliert sich selbst.

"Bei solchen Temperaturschwankungen ist einiges an Leistung erforderlich", erklärt Angelika Grätz vom Zentrum Medizin und meteorologische Forschung beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Deswegen seien Wetterveränderungen auch fühlbar. In der Umstellungsphase vom Winter- zum Sommerbetrieb ist der Körper überfordert. Die eine Hälfte fühlt sich dann besonders müde und schlapp, die andere stimuliert und aktiver. "Außerdem sinkt der Blutdruck, da bei einer Erwärmung das Blut an die Oberfläche kommt und der Körper diese Umstellung erst bewerkstelligen muss", so Grätz weiter.

Dr. Johannes erklärt, was hinter dem Phänomen steckt.

Welche Gruppen sind betroffen?

Besonders Herz-Kreislauf-Kranke und geschwächte Personen müssen bei den wärmeren Temperaturen aufpassen. Aber auch Kinder sind anfällig für Schwindel und Kopfschmerzen, da ihr Thermoregulationsmechanismus noch nicht vollkommen entwickelt ist und sie deswegen den Gleichgewichtszustand im Körper nur schwer wiederherstellen können. Außerdem müssen sich Allergiker wieder gegen die kommende Pollenzeit wappnen. Die wärmeren Temperaturen locken die Pollen aus ihren Verstecken.

Was kann man dagegen tun?

"Da man bei einem Temperaturanstieg sehr schwitzt, muss man besonders auf seinen Wasserhaushalt achten", rät Grätz. Das heißt trinken, trinken, trinken. Das hilft auch gegen aufkommenden Schwindel und Kopfschmerzen. Damit der niedrige Blutdruck nicht zum Problem wird, sollten Sie sich außerdem möglichst fit halten. Dabei können auch Klimatherapien helfen. "Das kommende Frühlingswetter sollte nicht negativ angesehen, sondern positiv aufgenommen werden", schließt die Meteorologin vom DWD.

(ff)