Nach der Schwangerschaft hatte ich ziemlich schnell wieder mein Ausgangsgewicht erreicht, und mittlerweile liegt es sogar ein bisschen darunter - mein Geheimnis? Es ist weniger als halb so groß wie ich, wiegt ca. 11 Kilo und lässt kein "Nein" gelten: mein kleiner Sohn!

Mit diesen zwölf Tipps schummeln Sie mehr Grünzeug in Ihr Leben.

An einem typischen "Trainingstag" kann ich Folgendes erwarten:

1. Stretching

Mein Trainer liebt seine Bälle und ein Steckspiel mit bunten Holzteilen als "Warm-up" für mich. Ungefähr 2 Minuten nachdem wir das Training begonnen haben, rollt mindestens ein Teil unter die Couch und nochmal ungefähr 30 Sekunden später wird der Umstand entdeckt und als kleiner Notfall eingestuft.

Auch morgens lohnt sich ein warmes Essen. Warum, weiß unsere Bloggerin.

Um die Übung auszuführen, lege ich mich also auf den Boden, strecke den Arm aus und taste unter der Couch nach dem gesuchten Objekt - welches aus unerfindlichen Gründen immer weiter hinter die Couch rutscht, sobald ich es berühre.

Ich strecke mich also weiter und rutsche so weit unter die Couch, wie es meine Schulter erlaubt - bis ich den Gegenstand erreicht habe. Dieser wird an den Trainer retourniert und ungefähr 2 Minuten später (+/- 30 Sekunden) wird die Übung mit dem anderen Arm wiederholt.

2. Cardio

Die Welt ist furchtbar spannend für meinen Trainer, daher läuft er überall fröhlich durch die Gegend, in Richtung allerlei interessanten Dingen. Autos, Straßen, andere Menschen, Stufen - all das wird als ungefährlich eingestuft bzw. einfach ausgeblendet und meine Aufgabe in dieser Übung ist es, schneller als der Trainer zu sein und ihn rechtzeitig vor den Gefahren zu retten. Diese Übung wird täglich mehrmals wiederholt und kann ohne weiteres als hochintensives Intervalltraining eingestuft werden.

3. Krafttraining

Für mein Krafttraining gehe ich mit meinem Trainer an einen Ort, der ihm sehr gut gefällt - ins Kindercafe mit den bunten Spielsachen zum Beispiel oder zur Oma. Nach lustigen drei bis vier Stunden gebe ich dann unseren plötzlichen, unerwarteten Aufbruch bekannt, mit dem Hinweis, vorher noch schnell die Windel wechseln zu wollen.

Zehn beliebte Koch-Fehler zerstören Nährstoffe im Gemüse.

Nach einer kurzen Verfolgungsjagd ist es meine Aufgabe, den sich mit aller Kraft zur Wehr setzenden Trainer zu wickeln, ohne ihm (oder der Umgebung) Schaden zuzufügen, ihn danach in den Kinderwagen (oder optional das Auto) zu packen und nach Hause zu fahren.

4. Mobilität

Über den Tag verteilt nimmt sich mein Trainer immer wieder ein paar Minuten, um mir einen Hindernis-Parcours aufzubauen. Er besteht aus verteilten Bauklötzen, leeren Plastikdosen, Kissen, Stofftieren, Hundespielzeug etc. Dieser wird dann jedes Mal von mir bewältigt, wenn ich ihm einen seiner dringenden Wünsche (z.B. Wasserflasche nachfüllen, Essen machen...) erfülle.

5. Cool Down

Sie vereint auf ihrem Blog die Liebe zu gutem Essen und Sport.

Für mein Cool Down lege ich mich neben meinen frisch gebadeten, duftenden Trainer, lese ihm gefühlte dreihundert Mal sein Gutenacht-Buch vor, dreh das Licht ab und das Nachtlicht mit den Sternen auf.

Nachdem die nächste halbe Stunde mit "Sterne schauen" verbracht wird, schläft er endlich ein und ich bekomme auch meine Ruhe … bis ich zwei Stunden später aufwache, weil mich ein kleiner Fuß in die Rippen kickt … das ist dann wohl die Massageeinheit.

Ihr seht, bei mir wird jeden Tag fleißig trainiert! Wie ist das bei euch so?