Viele träumen ihn: den Traum vom Idealgewicht. Doch was ist eigentlich ideal? Das eigene Gewicht richtig einzuschätzen, ist nicht immer einfach. Der Body-Mass-Index (BMI) bietet Hilfestellung, um herauszufinden, ob Sie sich im Bereich des Normalgewichts bewegen. Ein BMI-Rechner ist eine weltweit anerkannte Möglichkeit, eine erste Einschätzung des eigenen Gewichts vorzunehmen.

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Inhalt

  • Was ist der Body-Mass-Index?
  • Wie wird der BMI berechnet?
  • Wie erreichen Sie Ihr Idealgewicht?
  • Was muss ich über den BMI wissen?

Was ist der Body-Mass-Index?

  • Geschichte des Body-Mass-Index
  • Kritik am Body-Mass-Index

Geschichte des Body-Mass-Index

1832 von Adolphe Quetelet entwickelt

Der BMI ist ein vergleichsweise alter Indikator, um das Idealgewicht festzustellen. Die Geschichte des BMI geht weit ins 18. Jahrhundert zurück. Der belgische Statistiker und Astronom Adolphe Quetelet war auf der Suche nach einer Formel, die das „Normale“ beschreibt. Dabei ging es ihm weniger um Fett und Übergewicht. Der Erfinder der modernen Sozialstatistik war auf der Suche nach Formeln, die Eigenschaften und Verhalten von Menschen ähnlich der Gauss’schen Normalverteilung berechnen. Mit der BMI-Gleichung ist Quetelet dies geglückt: Der BMI geht von den Standardproportionen des menschlichen Körpers aus, indem er Gewicht und Größe eines Erwachsenen ins Verhältnis setzt.

1972 von Ancel Keys wiederentdeckt

Lange Zeit wurde der Quetelet-Index wenig beachtet, denn im 19. Jahrhundert galt Leibesfülle als gesund: In Nahrungskrisen hatten beleibte Menschen einen Vorteil. Das Umdenken im 20. Jahrhundert reaktivierte die BMI-Formel. Der US-amerikanische Physiologe Ancel Keys stieß in den 1970er Jahren bei der Suche nach einem Gradmesser für Fettsucht auf Quetelets Gleichung und gab ihr den Namen „Body-Mass-Index“. Da der BMI einfach zu berechnen ist, verbreitete er sich schnell, ohne dass weitere Indikatoren große Beachtung fanden. Dabei warnte Keys selbst davor, die Formel auf eine einzelne Person anzuwenden. Der BMI eignet sich für eine große Gruppe von Personen, aber ignoriert wichtige Faktoren wie Alter und Geschlecht. Die simple Handhabung siegte jedoch über die Bedenken der BMI-Erfinder.

Der Body-Mass-Index heute

Der BMI ist heute nicht nur bei Ärzten beliebt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organization) wendet den BMI ebenfalls für die Feststellung von Unter-, Normal- und Übergewicht an. Die Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN) gibt die Normwerte für die BMI-Tabellen vor.

Kritik am BMI

Versicherungen, Krankenkassen, Ärzte, staatliche Gesundheitsorganisationen: Alle beziehen sich auf die Werte des BMI, um Gesundheitsrisiken einzuschätzen. Doch seit Jahren wird von Wissenschaftlern auch Kritik geäußert. Die BMI-Formel vereinfache zu stark: Wichtige Faktoren, die ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellen, werden nicht beachtet. Zum anderen ist nicht erwiesen, dass ein hoher BMI tatsächlich mit einer erhöhten Sterblichkeit zusammenhängt. Experten fordern seit Längerem eine Methode, die weitere Faktoren berücksichtigt, um einschätzen zu können, ob der Stoffwechsel einer Person gesund ist oder nicht. Schon länger wissen Ärzte: Fitte Dicke leben gesünder als träge Schlanke.

Körperfett-Verteilung bleibt unberücksichtigt

Körperbau und Trainingslevel sind entscheidend für die Beurteilung des Gesundheitszustands eines Menschen, werden beim BMI aber nicht berücksichtigt. Die Verteilung des Fettgewebes beeinflusst das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten und andere Erkrankungen ebenfalls beachtlich. Speckringe um den Bauch sind stärkere Auslöser für Gefäßverkalkung und Herzinfarkte als Fettpolster an Oberschenkeln, Po und Armen.

Messung bei Spitzensportlern nicht mehr zuverlässig

Dass der BMI-Wert allein nicht ausschlaggebend für die Gesundheit ist, zeigt sich am Beispiel von Spitzensportlern und aktiven Menschen: Die durch den Sport aufgebaute Muskelmasse wird beim Gewicht nicht berücksichtigt. Ein Spitzensportler mit einer Körpergröße von 1,88 Meter und einem Gewicht von 95 Kilogramm hat einen BMI von 26,9 und damit theoretisch Übergewicht – trotz eines sehr niedrigen Körperfettanteils von 18 %. Viele Fußballer und Zehnkämpfer wären nach BMI leicht übergewichtig.

Übergewicht ist nicht gleich Übergewicht

Studien zeigen, dass ein nach BMI definiertes Übergewicht nicht zwangsläufig ein kürzeres Leben bedeutet. Über die Gründe wird bislang spekuliert. Es wird gemutmaßt, dass Übergewichtige mehr Nahrungsreserven und Muskelmasse haben. Dadurch sind sie weniger anfällig für Infektionen, und ihre Prognose wieder gesund zu werden, ist bei manchen Krankheiten besser.

Wie wird der BMI berechnet?

  • BMI-Formel · Wie wird das Idealgewicht berechnet?
  • BMI-Tabelle · Ab wann beginnen Über- oder Untergewicht?
  • BMI berechnen bei Frauen
  • BMI berechnen bei Männern
  • BMI berechnen bei Jugendlichen & Teenagern
  • BMI berechnen bei Kleinkindern & Babys

BMI-Formel · Wie wird das Idealgewicht berechnet?

Die BMI-Formel ist vergleichsweise einfach aufgebaut. Sie setzt sich zusammen aus dem Körpergewicht (in Kilogramm), dividiert durch die Körpergröße (in Metern) zum Quadrat (Körpergröße mal Körpergröße).

BMI = Körpergewicht (kg) / Körpergröße (m)²

Ihren BMI berechnen Sie mit dieser Formel wie in folgendem Beispiel: Für eine Frau mit einem Gewicht von 50 Kilogramm und einer Körpergröße von 1,60 Metern ergibt sich ein BMI-Wert von knapp 20 (19,53).
Beispiel: 50 (kg) / 1,6 (m)² = 50 / 2,56 = 19,53125 ≈ BMI von 19,5

BMI-Tabelle · Ab wann beginnen Über- oder Untergewicht?

Ihren BMI-Wert berechnen Sie also im Handumdrehen. Jetzt müssen Sie den Wert noch korrekt einordnen. Damit Sie wissen, ob Unter-, Normal- oder Übergewicht vorliegt, gibt es spezielle Tabellen zur Beurteilung.

Gewichtsklassifikation bei Erwachsenen (nach WHO, 2008)

Gewicht BMI Gesundheitsrisiko
Starkes Untergewicht < 16,00 hoch
Mäßiges Untergewicht 16,0 – < 17,0 erhöht
Leichtes Untergewicht 17,0 – < 18,5 niedrig
Normalgewicht 18,5 – < 25,0 durchschnittlich
Übergewicht (Präadipositas) 25,0 – < 30,0 gering erhöht
Fettleibigkeit (Adipositas Grad I) 30,0 – < 35,0 erhöht
Fettleibigkeit (Adipositas Grad II) 35,0 – < 40,0 hoch
Fettleibigkeit (Adipositas Grad III) > 40 sehr hoch

Die Bereiche für Normalgewicht und die unterschiedlichen Formen von Untergewicht und Übergewicht sind nach einer einfachen BMI-Tabelle relativ weit. Von Untergewicht wird bei einem BMI von weniger als 18,5 gesprochen. Mit einem BMI bis 25 bewegen Sie sich im Bereich des Normalgewichts. Bei Menschen, die einen BMI von 25 bis 30 haben, wird von Übergewicht (Präadipositas) gesprochen, nicht zu verwechseln mit Fettleibigkeit (Adipositas). Die liegt vor, wenn der BMI-Wert 30 und mehr beträgt.

BMI berechnen bei Frauen

Nach der Klassifikation der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist für Frauen ein BMI zwischen 19 und 24 ideal. Der weibliche Körper besitzt von Natur aus ein etwas anderes Verhältnis von Muskelmasse und Fett.

BMI berechnen bei Männern

Bei durchschnittlich muskulösen Männern liegt der BMI für Normalgewicht im Intervall von 20 bis 25. Männer besitzen im Vergleich zu Frauen in den meisten Fällen mehr Muskelmasse. Diese bringt zusätzliches Gewicht auf die Waage. Bei einem BMI-Rechner für Männer wird dieser Faktor einbezogen. Trotzdem eignet sich ein solcher Rechner nicht für Bodybuilder. Diese bauen so viel Muskelmasse auf, dass sie laut BMI immer Übergewicht haben – auch wenn dieses nicht schädlich ist.

BMI berechnen bei Jugendlichen & Teenagern

Neben dem Geschlecht spielt auch das Alter eine Rolle bei Berechnung und Interpretation des BMI. Bei Jugendlichen und Teenagern werden andere Normwerte angewendet. Im Laufe des Wachstums verändert sich der Körper. Durch die Pubertät wandelt sich der Muskel- und Fettanteil bei Mädchen und Jungen unterschiedlich. Deshalb bräuchte man eigentlich einen speziellen BMI-Rechner für Jugendliche.

Der normale BMI allein sagt bei Jugendlichen und Teenagern nicht viel aus. Der errechnete Wert muss mit Wachstumskurven für Jungen und Mädchen verglichen werden. Experten sprechen in diesem Fall von geschlechtsspezifischen BMI-Perzentilen. Demnach wird das Körpergewicht in Prozent ausgedrückt und in Bezug auf das durchschnittliche Körpergewicht der Altersgenossen angegeben. Referenzwerte lassen sich auch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einsehen.

Ein Beispiel: Ein für ein 14-jähriges Mädchen errechneter BMI-Wert von 15 (15. Perzentile) zeigt im Vergleich zu den Mädchen seiner Altersgruppe ein Untergewicht an, denn im Schnitt hat die Mehrheit der Mädchen in diesem Alter einen höheren BMI. Ein BMI-Rechner für Jugendliche erleichtert ebenfalls die Einordnung des BMI von Teenagern und Kindern.

BMI berechnen bei Kleinkindern & Babys

Übergewicht bei Kleinkindern wird gerne liebevoll als Babyspeck bezeichnet. Früher galten übergewichtige Kinder als wohlgenährt und gesund. In den letzten Jahren hat bei Eltern die Sorge zugenommen, dass der Babyspeck sich nicht mehr verwächst, sondern ihre Kinder von Kleinkindtagen an zu Übergewicht neigen. Doch gerade bei Babys und Kleinkindern ist es schwierig zu sagen, ob es sich bei den Röllchen an Armen, Beinen und Bauch um Babyspeck handelt oder nicht. Zu dünne Kinder können in ihrer Entwicklung genauso beeinträchtigt sein wie zu dicke.

Bei einem BMI-Rechner für Kinder und Babys werden weder die Figur noch körperliche Behinderungen oder das Verhältnis zwischen Muskel- und Fettgewebe berücksichtigt. Wie bei anderen Altersgruppen auch stellt der BMI hier nur einen groben Richtwert dar. Auch reale Schwankungen wie ein Wachstumsschub nehmen Einfluss auf den BMI bei Baby und Kleinkind. Bei einigen Kindern setzen Entwicklungsphasen früher, bei anderen später ein. Da die Werte gerade in sehr jungen Jahren vorsichtig zu behandeln sind, beginnen viele BMI-Rechner für Kinder erst mit dem 8. Lebensjahr und berücksichtigen die Entwicklung bis zum 18. Lebensjahr. Danach findet der BMI-Rechner für Erwachsene Anwendung.

Wie erreichen Sie Ihr Idealgewicht?

  • Tipp 1: Ausgewogene Ernährung
  • Tipp 2: Vollkorn-Sattmacher decken den Energiebedarf
  • Tipp 3: Viel Obst und Gemüse
  • Tipp 4: Die Menge macht’s
  • Tipp 5: Wenig Fett bzw. fettreiche Lebensmittel
  • Tipp 6: Mehr Bewegung

Tipp 1: Ausgewogene Ernährung

Vielseitigkeit ist die Basis jeder gesunden, ausgewogenen Ernährung. Es sollten viele verschiedene Lebensmittel miteinander kombiniert werden. Diese sollten nährstoffreich und zugleich energiearm sein. Pflanzliche Kost sollte bevorzugt werden.

Tipp 2: Vollkorn-Sattmacher decken den Energiebedarf

Getreideprodukte wie Nudeln, Reis und Brot, am besten aus Vollkorn, sowie Kartoffeln sind Energielieferanten für den Tag. Diese Lebensmittel machen satt und liefern gleichzeitig wichtige Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Sie sollten jedoch nicht den Speiseplan dominieren.

Tipp 3: Viel Obst und Gemüse

Bei Obst und Gemüse gilt die goldene Regel „Nimm 5 am Tag“. Das heißt, Sie sollten mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag genießen – mit leichtem Schwerpunkt auf Gemüse. Das lässt sich gut zu den Hauptmahlzeiten, aber auch als Zwischenmahlzeit einplanen – möglichst frisch oder schonend gegart oder gelegentlich als Saft oder Smoothie. Obst und Gemüse halten nicht nur schlank, sondern versorgen Sie mit Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die Sie für eine gesunde Ernährung benötigen.

Tipp 4: Die Menge macht’s

Milch und Milchprodukte sollten täglich verzehrt werden. Fisch ein- bis zweimal in der Woche. Diese Lebensmittel enthalten wertvolle Nährstoffe, wie Calcium, Jod, Selen oder n-3-Fettsäuren, die der Körper regelmäßig braucht. Fleisch liefert wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche sollten aufgrund des Fettgehalts nicht gegessen werden. Weißes Fleisch von Geflügel ist aus gesundheitlichen Aspekten günstiger zu bewerten als rotes Fleisch von Rind und Schwein.

Tipp 5: Wenig Fett bzw. fettreiche Lebensmittel

Insgesamt 60 bis 80 Gramm Fett pro Tag sind ausreichend. Essenzielle Fettsäuren und fetthaltige Lebensmittel, die fettlösliche Vitamine enthalten, sind lebensnotwendig. Durch die hohe Energiedichte kann eine gesteigerte Zufuhr von Nahrungsfett jedoch zu Übergewicht führen. Gerade auf unsichtbares Fett in Fleischerzeugnissen, Milchprodukten, Gebäck und Süßwaren sowie in Fast-Food und Fertigprodukten sollten Sie achten. Bevorzugen Sie beim Essen pflanzliche Öle und Fette.

Tipp 6: Mehr Bewegung

An einem fehlt es vielen in der heutigen Arbeitswelt: Bewegung. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung allein reicht nicht aus. Wer fit bleiben, seine Figur halten oder ein paar Pfunde loswerden möchte, muss Sport treiben. 30 bis 60 Minuten Bewegung am Tag reichen schon aus, um einen Ausgleich zum Sitzen zu schaffen, Kalorien zu verbrennen und für ein positives Körpergefühl sowie psychisches Wohlbefinden zu sorgen.

Was muss ich über den BMI wissen?

  • Body-Mass-Index der Models & Stars
  • BMI bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft
  • Der BMI in Gesetzen und im Arbeitsrecht
  • Gibt es einen Body-Mass-Index auch für Tiere?

Body-Mass-Index der Models & Stars

Schlank und sexy sein – wer möchte das nicht. Nicht nur wenn die Sommermonate vor der Tür stehen, wünschen sich viele Menschen einen perfekten Körper. Gerade junge Leute nehmen sich Models und Stars als Vorbild, wenn es um ein „makelloses“ Aussehen geht. Der Schein von Hollywood und Laufsteg trügt: Der BMI von Stars und Models ist häufig weit entfernt davon, gesund zu sein. Während früher das Gewicht der Promis unter Verschluss gehalten wurde – nach dem Motto „Darüber redet man nicht“ –, wird im Zuge eines neuen Schlankheitswahns offener darüber gesprochen.

Der Schlankheitsdruck bei Models und Stars ist groß: Ein vermeintlich vollkommener Körper ist häufig die Garantie für Aufträge. Dabei ist längst nicht alles gesund, was der Öffentlichkeit präsentiert wird. Eine Reihe von Stars und Sternchen scheint sogar unter einer Essstörung zu leiden. Beim BMI gilt für Models und Stars das Gleiche wie für andere Menschen auch: Deutliches Untergewicht schädigt die Gesundheit auf Dauer ebenso wie deutliches Übergewicht, auch wenn die Symptome anders ausfallen. Deutlich untergewichtige Menschen können zum Beispiel eine Erkältung nicht mehr so leicht verkraften. Als langfristige Folgen drohen Unfruchtbarkeit oder Osteoporose.

Berechnet man den BMI vor allem weiblicher Models und Stars fällt eines auf: Er liegt weit unter dem Idealgewicht. Die mageren Körper von weiblichen Prominenten zeigen keinen anzustrebenden BMI-Wert. Das Gewicht, das einige Celebrities auf die Waage bringen, ist Ausdruck einer behandlungswürdigen Essstörung wie Magersucht oder Bulimie. Denn so wenig Gewicht ist nur erreichbar, wenn täglich zu wenige Nährstoffe auf den Teller kommen.

BMI bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft

Im ersten Moment mag es etwas merkwürdig klingen: BMI und Kinderwunsch gehören zusammen. Das Gewicht wirkt sich auf die Fruchtbarkeit aus. Übergewicht durch zu wenig Bewegung und eine schlechte Ernährung können ebenso schädlich sein wie Untergewicht.

Ideal ist ein BMI zwischen 20 bis 25

Damit Sie erfolgreich schwanger werden, sollten Sie versuchen, Ihren BMI für die Schwangerschaft zwischen 20 bis 25 zu halten und sich ausgewogen zu ernähren. Wer an Übergewicht leidet, sollte dieses aber keinesfalls mit einer Radikaldiät reduzieren. Ein Nährstoffmangel ist ebenso wenig förderlich für eine Schwangerschaft.

Untergewicht beeinflusst den Eisprung

Wer einen unerfüllten Kinderwunsch hegt, sollte sich und den Partner ärztlich untersuchen lassen. Das Körpergewicht kann eine entschiedene Rolle spielen, wenn man schwanger werden möchte. Frauen mit einem BMI-Wert von unter 18,5 haben Untergewicht und leiden häufig unter Empfängnisproblemen. Die Chance auf einen Eisprung verringert sich. Wenn die Eizellen befruchtet sind, können sie sich bei Untergewicht nicht so gut in der Gebärmutter einnisten.

Übergewicht beeinflusst Eizellreifung & Eisprung

Übergewicht dagegen kann den Hormonhaushalt durcheinander bringen. Die Hormone der Hirnanhangdrüse beeinflussen die Eizellreifung und den Eisprung. Frauen mit einem BMI über 25 mindern mit ihrem Übergewicht ihre Empfängnischancen.

Der BMI in Gesetzen und im Arbeitsrecht

Für ein langes Arbeitsleben spielt die Gesundheit eine wichtige Rolle. Ausfälle wegen gesundheitlicher Schäden durch einen zu hohen oder zu niedrigen BMI sind nicht selten. In der Arbeitswelt trifft man vor allem im Öffentlichen Dienst auf den BMI: Bei amtsärztlichen Untersuchungen findet die Formel Anwendung.

BMI und Gesundheitszeugnis

Wichtig für die berufliche Laufbahn sind die Werte bei einer Verbeamtung. Ein BMI ab 30 kann dazu führen, dass das notwendige Gesundheitszeugnis nicht ausgestellt wird. Auf ähnliche Weise wird der BMI bei der Bundeswehr im Zuge der Musterung herangezogen. Ein zu hohes oder zu niedriges Körpergewicht beeinträchtigt die Einsatzfähigkeit der Soldaten. In solchen Fällen wird von einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit ausgegangen.

BMI und ärztliche Zwangseinweisung

Nach Artikel 3 des Grundgesetzes sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Aufgrund seines Körpergewichts darf in Deutschland niemandem gekündigt und niemand zu einer Therapie gezwungen werden. Allerdings ist es Ärzten gesetzlich erlaubt, jemanden im medizinischen Sinne zwangseinzuweisen, wenn von einer erheblichen Selbstgefährdung auszugehen ist. Es passiert jedoch eher, dass man aufgrund eines alarmierend niedrigen BMI zwangseingewiesen wird als aufgrund eines zu hohen.

Gibt es einen Body-Mass-Index auch für Tiere?

Gerade Herrchen und Frauchen von Katzen und Hunden fragen sich: Ernähre ich meinen Liebling vernünftig oder ist mein Haustier zu dick? Tatsächlich leiden viele Haustiere in Deutschland an Übergewicht aufgrund falscher Ernährung. Wie beim Menschen kann dieses zu massiven gesundheitlichen Problemen führen. Mithilfe eines BMI für Katzen und Hunde kann das Gewicht beaufsichtigt werden.

Body Condition Systems (BCS) für Haustiere

Bei Katzen und Hunden wurden jeweils eigene, dem menschlichen Body-Mass-Index ähnliche Systeme entwickelt. Anhand des Body Condition Systems (BCS) können Haustierhalter das ideale Körpergewicht ihres Vierbeiners ermitteln. Die verschiedenen Rassen variieren aber stark in ihrem Körperbau. Der BMI für Hunde und Katzen unterteilt deshalb die verschiedenen Ernährungszustände der Vierbeiner in 9 Klassen, diese können auch von Laien problemlos erkannt werden.

Unterscheidung nach Klassen und Arten beim BCS

Die Klasse 1 bis 3 beschreibt Untergewicht. Idealgewicht hat Ihr Tier bei Klasse 4 bis 5. Bei Klasse 6 beginnt Übergewicht, welches sich bei zu wenig Bewegung und falscher Ernährung zur Fettleibigkeit (Klassen 7 bis 9) entwickeln kann. Während der BCS bei Katzen meist einheitlich beurteilt wird, unterscheidet man beim Hunde-BCI zusätzlich nach Größenklassen: kleine, mittlere, große und sehr große Hunde. In ähnlicher Weise funktioniert auch der BCS für Pferde. Hier muss man jedoch Einsatzgebiet, Trainingsgrad und Pferderasse (Warm- oder Kaltblüter) unterscheiden.

BMI Tipps & Tools

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