Madrid (dpa) - Die spanische Ebola-Patientin ist dabei, die gefährliche Krankheit zu überwinden. Die Pflegehelferin wies bei einem Test keine Ebola-Viren mehr auf. Dies gab die Ebola-Expertenkommission der spanischen Regierung am Sonntagabend in Madrid bekannt. Ein zweiter Test innerhalb von 48 Stunden solle diesen Befund bestätigen, teilte eine Sprecherin der Familie der Patientin in der Carlos-III-Klinik mit.

Die 44-Jährige hatte sich bei der Behandlung eines Ebola-Kranken, der aus Westafrika nach Spanien ausgeflogen worden war, selbst mit dem Virus infiziert. Dies war die erste Ebola-Übertragung von Mensch zu Mensch in Europa gewesen. Die Pflegehelferin sei in einer euphorischen Stimmung, sagte die Sprecherin. "Sie steht auf und ernährt sich völlig normal." Die Patientin habe zu verstehen gegeben, dass sie sich fast in der Lage fühle, das Krankenhaus zu verlassen.

Die Madrilenin wird aber noch einige Zeit in der Klinik bleiben müssen. Nach Medienberichten wollen die Ärzte ausschließen, dass das Virus erneut auftritt. Außerdem seien die Lungen von dem Virus stark in Mitleidenschaft gezogen worden, hieß es. Bei den 15 Kontaktpersonen, die sich wegen Ebola-Verdachts zur Beobachtung in der Isolierstation der Klinik aufhalten, wurden nach Angaben der Mediziner bislang keine Symptome festgestellt.