Haben die USA ihren dritten Ebola-Fall? In Boston ist ein Mann aus Liberia mit Polizei-Eskorte ins Krankenhaus eingeliefert worden - mit Verdacht auf das Ebola-Virus.

Ein Mann in Boston hatte am Samstagnachmittag über Kopf- und Muskelschmerzen geklagt, als er sich gerade auf dem Gelände der Harvard Vanguard Medical Associates befand. Das berichtet der US-Sender WCVB.

Dem Bericht zufolge wurde er umgehend aus dem Gebäude entfernt und in einem Krankenwagen abtransportiert. Das Haus wurde daraufhin geschlossen und ist jetzt wieder geöffnet, meldet die Harvard Vanguard Medical Associates in einer Mitteilung. Der Mann wurde anschließend in das Beth Israel Deaconess Medical Center eingeliefert.

Mit Polizeieskorte ins Krankenhaus

Fernsehbilder zeigen, wie der Krankenwagen von einer Polizeieskorte begleitet das Krankenhaus erreicht. Die Helfer trugen Schutzkleidung und Masken. Offenbar halten die Ärzte aber eine Infektion mit dem Ebola-Virus für unwahrscheinlich. Das Risiko sei gering.

Einreisende aus Westafrika sollen an fünf Flughäfen untersucht werden.

Nach ersten Bewertungen weiße der Patient keine typischen Kriterien auf, heißt es in einer Erklärung des Krankenhauses am Sonntagabend. Dennoch werde der Patient vorerst auf der Isolierstation überwacht. Dem Bericht zufolge soll der Mann gerade aus Liberia gekommen sein.

Krankenschwester in Texas infiziert

Indes hat die US-Gesundheitsbehörde CDC die Ebola-Infektion einer Krankenschwester im Bundesstaat Texas bestätigt. Laboruntersuchungen hätten die vorläufigen Ergebnisse belegt, teilte die Behörde am Sonntag mit. Die Frau hatte sich trotz Schutzkleidung und strenger Sicherheitsvorkehrungen angesteckt.

Die Krankenschwester betreute den Mann, der das gefährliche Virus von Afrika nach Amerika gebracht hatte und daran am Mittwoch gestorben war. Es ist die erste Übertragung der Krankheit in den USA. (far/dpa)