München (dpa/tmn) - Viele Menschen versuchen, beim Essen den Zusatzstoff Glutamat zu vermeiden. Denn in größeren Mengen kann Glutamat allergieähnliche Reaktionen verursachen. Schwierig: Kleine Mengen an natürlichem Glutamat sind in allen eiweißhaltigen Lebensmitteln enthalten.

Denn Mononatriumglutamat ist ein Salz der Glutaminsäure - und die steckt in pflanzlichem und tierischem Eiweiß. Das erklärt Carolin Eckert vom Tüv Süd. Wenn das Glutamat nur über diesen Weg - und nicht als Zusatzstoff - in einem Lebensmittel enthalten ist, dann muss es den Angaben zufolge nicht extra in der Zutatenliste stehen.

So können auch Lebensmittel, auf denen "ohne Zusatz von Geschmacksverstärker" steht, natürliches Glutamat enthalten - etwa wenn Hefeextrakt oder Tomaten auf der Zutatenliste angegeben sind. Bislang ist wissenschaftlich nicht bekannt, dass Glutamat die Gesundheit gefährden könnte.© dpa