Wo sich viele Menschen aufhalten, Dinge anfassen und weitergeben, entstehen fruchtbare Nährböden für Keime und Bakterien. Gut zu wissen, wovor man sich im Alltag in Acht nehmen sollte und wann es Zeit ist, sich die Hände zu waschen.

Heute ist internationaler Tag der Händehygiene. Diese fängt beim Waschen an - und hört beim Trocknen noch lange nicht auf. Forscher haben Anfang des Jahres herausgefunden, dass druckluftbetriebene Händetrockner wahre Bakterienschleudern sein können. In ihrer Nähe wurde die 27-fache Anzahl an Keimen im Vergleich zur Umgebung von Papierhandtuchspendern entdeckt.
Auch wenn Koffein antibakteriell wirken kann: Spanische Forscher wiesen 2015 in Kaffeemaschinen und -Kapseln über 60 verschiedene Keime nach - darunter auch Mikroben, die den Menschen krank machen können. Die Maschinen stammten alle aus Privathaushalten. Im Dienste der Wissenschaft wurde dann in einem fabrikneuen Gerät gebrüht. Das Ergebnis: Ab dem zweiten Monat wimmelte es auch in der neuen Maschine von Keimen. Reinigen Sie deswegen gerne öfter mal die Maschine.
Hätten Sie gewusst, dass man sich an der PC-Tastatur genauso schnell einen Krankheitserreger wie einen Computer-Virus einfangen kann? Unglaublich, aber die Tastatur beherbergt fast 70 Mal so viele Keime wie ein Toilettensitz.
Auch die Computer-Maus ist eine Bakterien-Brutstätte. Wer den Schreibtisch öfter wechselt, sollte sich und seinen Kollegen einen Gefallen tun und die Maus desinfizieren. Geeignete Sprays sind in jedem Drogeriemarkt erhältlich.
Selbst wenn man bei der Benutzung von Geräten im Fitnessstudio ein Handtuch unterlegt, schützt dies nicht vollständig vor dem Kontakt mit Keimen. In vielen Fitness-Studios ist es daher üblich, dass man das Fitnessgerät nach der Benutzung an den Kontaktstellen desinfiziert.
Auch auf dem Smartphone wimmelt es vor Keimen. Bei einem Stichprobentest stellte das Wall Street Journal bei acht zufällig ausgewählten Smartphones zwischen 2.700 und 4.200 Durchfallerreger fest. Mit einem Mikrofasertuch und einem speziellen Reinigungsmittel lässt sich das Touch-Display am gründlichsten reinigen.
Die NDR-TV-Sendung "Markt" fand bei stichprobenartigen Hygieneproben in den DB-Zügen zahlreiche schmutzige Klos vor. An Toilettenspülknöpfen, Wasserhähnen und Türklinken entdeckten die Tester massenhaft Keime.