Übergewichtige Kinder: Zeitbombe fürs Herz
"Die zunehmende Verbreitung von Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern ist eine kardiologische Zeitbombe", sagt Georg Ertl, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Auf dem diesjährigen Kongress der Gesellschaft treffen in München vom 25. bis 29. August Herzspezialisten aus aller Welt zusammen. Im Rahmen des Nürnberger Präventions-Erziehungs-Programms (PEP) wurden insgesamt 11.249 Kinder und Jugendliche auf Herz-Kreislauf-Risikofaktoren hin untersucht. Dazu maßen die Forscher neben dem Übergewicht den Taillenumfang, den Körperfettanteil, den Blutdruck sowie Blutfette wie Triglyzeride, LDL- und HDL- Cholesterin.
Riskante Messdaten
Im Schnitt zeigten die übergewichtigen Kinder neben dem hohen Gewicht bereits zwei weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei fettleibigen Kindern und Jugendlichen waren es sogar drei. Bei 80 Prozent der normalgewichtigen Kinder hingegen fanden die Forscher keinen einzigen Risikofaktor für das Herz. Unter Deutschlands Elfjährigen seien bereits zehn Prozent der Mädchen und 13 Prozent der Jungen übergewichtig bis fettleibig.
Neben den Risiken fürs Herz geht Übergewicht langfristig oft mit Diabetes und orthopädischen Problemen einher. Auch die Psyche leidet unter den Massen: Psychologischen Störungen, niedriges Selbstwertgefühl, Depressionen, soziale Ausgrenzung, schlechtere Lebensqualität und Nachteile im Beruf treffen Übergewichtige häufiger als schlankere Menschen. Übergewicht unter Kindern und Jugendlichen ist darum so dramatisch, weil die langfristigen Folgen viel früher auftreten und schwerer verlaufen können. Auch die psychische und soziale Entwicklung wird durch das Gewicht gestört. Übergewicht vorzubeugen sei vor allem in jungen Jahren entscheidend, mahnen die Forscher. (cf)Quelle: Pressemitteilung des Europäischen Kardiologenkongress (ESC)
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20 Meinungen zu "Dicke Kinder stark gefährdet"
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Idiot123
Mittwoch, 12.09.2012, 15:24 Uhr Warum sind die Kinder zu dick?? Antwort: In der Schule sitzen, zu Hause wieder sitzen entweder Games spielen oder Surfen... Pizzas und Pommes etc.. reinhauen und weiter vor TV glotzen, dann ins Bett!! So simple zu verstehen oder?? -
KugelXYZ
Samstag, 08.09.2012, 16:25 Uhr Jetz hörts aber auf!!! An wem liegt es den wohl, daß die Kinder so fett sind? An den Eltern? Sicher. Aber nur zum kleinsten Teil. Nein, es liegt an der Verführung durch die Nahrungsmittelindustrie und die Weitergabe dieser Verführung an die Verbrauchermärkte. Wenn wir nicht immer und überall überflutet würden mit Werbung für diverse Süßigkeiten, Kekse, Schokoladen, Bonbons etc., die die Kinder neugierig machen und die lieben Eltern ihnen das Zeug kaufen damit sie selbst in "Ruhe" einkaufen können, sähe die Sache schon anders aus. Aber nicht nur Werbung für Süßigkeiten macht in der Konsequenz dick, nein, auch Werbung fürs Faulenzen. Die ganzen Komputerspiele beispielsweise tragen dazu bei. Die Kids kriegen den Arsch nicht mehr hoch und die lieben Eltern wundern sich, warum der Sprößling so fett wird, aus der Schule miese Noten nach Hause bringt und so weiter. das hängt alles miteinander zusammen. Und dann kommen irgendwelche Forscher auf die Idee, sie müßten irgend was dazu sagen. Aber selber mal das Hirn anstrengen. Nein, lieber nicht! Aber wie Arthur Schopenhauer schon feststellte: Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, obwohl alle zum Rechthaben. -
monikaschaper
Dienstag, 04.09.2012, 12:12 Uhr ganz einfach, schau dir das hier an www.deutschland-abnehmen.de damit hab ich‘s auch geschafft abzunehmen! PS: Lautsprecher anmachen! -
sieheoben
Dienstag, 04.09.2012, 07:47 Uhr Das sagt mal den Eltern, die ihre Kinder mästen ! -
turboreni
Donnerstag, 30.08.2012, 11:05 Uhr @ Donautaler Du hast völlig recht. Es ist dramatisch, das in wirklich vielen Familien nicht mehr ordentlich gekocht wird. Dass Kinder glauben, Nahrungsmittel wachsen im Supermarkt und die Küche ist nur noch da, um Beutel aufzureißen, Dosen zu öffnen usw., und Kühe sind lila. Ganz davon abgesehen, dass die Geschmacksverstärker krank machen. Das allergrößte Unglück für die gesunde Entwicklung unserer Kinder sind Schulkioske. Dort verbraten die Kinder dann das Taschengeld. Und den Hausmeister freut es, denn das ist in seinem Einkommen eine fest kalkulierte Größe.
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