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15.11.2012, 11:30 Uhr

Milchprodukte "light": kein Fett, kein Geschmack?

in Kooperation mit FitForFun

Fett ist ein Geschmacksträger. Trotzdem versprechen viele Hersteller von Milchprodukten, dass man mit ihren fettarmen Varianten jede Menge Kalorien sparen kann - ohne, dass der Genuss auf der Strecke bleibt. Aber stimmt das auch wirklich?

Überall lauern Fettfallen, da empfiehlt es sich, ab und zu auf die fettreduzierten Varianten zurückzugreifen. Pro 100 Milliliter Magermilch spart man zum Beispiel 30 Kilokalorien im Vergleich zur Vollmilch. Leider sinkt auch der Anteil der fettlöslichen Vitamine A und D. Der Gehalt an Eiweiß, B-Vitaminen und Kalzium bleibt hingegen gleich. Das hochwertiges Milcheiweiß hilft beim Muskelaufbau, reguliert den Stoffwechsel und die Muskeltätigkeit. Wer Lightprodukte kauft, sollte auf jeden Fall zuvor einen Blick auf die Nährwerttabelle werfen und fettreduzierte Lebensmittel mit herkömmlichen vergleichen. Denn um den faderen Geschmack von leichten Milchprodukten zu verbessern, werden häufig Zucker und Zusatzstoffe hinzugefügt. Wir haben uns vier Lebensmittel genauer angeschaut: Wie viel Geschmack bleibt trotz weniger Fett?

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Milch – Fett sparen leicht gemacht

Wie kommt es zu den unterschiedlichen Fettstufen bei Milch? Dahinter steckt ein einfaches Prinzip: Bei der Verarbeitung in der Molkerei wird zunächst der fette Rahm durch Zentrifugieren von der Magermilch getrennt. Beides wird anschließend je nach gewünschtem Fettgehalt wieder zusammengemischt. Die Magermilch ist von 0,1 bis 0,5 Prozent Fett erhältlich. Die Halbfettvariante hat um die 1,5 Gramm Fett pro 100 Milliliter. Vollmilch muss laut Gesetzgeber mindestens 3,5 Prozent Fett enthalten. Naturbelassene "Rohmilch" kann bis zu 5 Prozent Fett enthalten.

Bei Milch kann man ohne Weiteres Fett sparen: Die meisten Konsumenten erkennen keine nennenswerte Unterschiede zwischen Magermilch mit 0,5 Prozent Fett und Vollmilch. Was die Geschmacksempfindung stärker beeinflusst, ist die Art der Haltbarmachung. Bei der H-Milch kann der bekannte "Kochgeschmack" wahrgenommen werden. Für diejenigen, die ihn nicht mögen oder dulden wollen, gibt es die Frischmilchvariante. Um figurbewusst zu schlemmen, kann die Vollmilch (3,5 % Fett) durch frische Magermilch (0,5 % Fett) ersetzen werden – so sparen Sie bei einem Latte macchiato (250 ml) 60 Kilokalorien, ohne auf Geschmack, gesundes Eiweiß und Kalzium verzichten zu müssen.

Tipp: Sie kommen morgens nur schwer in die Gänge? Dann sollten Sie abends ein Glas Milch trinken. Niederländische Forscher haben herausgefunden, dass die Aminosäure Tryptophan die Schlafqualität verbessert und die Leistungsfähigkeit am Morgen darauf steigert. Noch mehr davon steckt in konzentriertem Hartkäse, zum Beispiel Parmesan.

Frischkäse fettarm kontra fett

Frischkäse gibt es in den unterschiedlichsten Fettstufen – von schlanken 0,2 bis zu cremig-sahnigen 25 Prozent in der Doppelrahmstufe. Bei den mageren Varianten unter 15 Prozent können Verdickungsmittel enthalten sein, die einen unangenehmen sowie mehligen Beigeschmack haben. Dafür spart man aber pro Scheibe satte 50 Kilokalorien. Wer auf Geschmack nicht verzichten möchte und trotzdem auf seine Linie achten will, ist mit dem 17-prozentigen Frischkäse gut bedient. Schauen Sie aber in der Zutatenliste nach, ob Verdickungsmittel enthalten sind.

Joghurt im Fett-Check

Der geschmackliche Unterschied zwischen fettarmen Joghurt (1,5 bis 1,8 Prozent Fett) und Vollmilchjoghurt mit mindestens 3,5 Prozent Fett ist verschwindend gering. Der Magermilchjoghurt mit 0,1 Prozent ist sehr dünnflüssig und fad - ganz im Gegensatz zum Sahnejoghurt mit mindestens 10 Prozent Fett, der ein sehr reichhaltiges Dessert darstellt und vielen zu mächtig ist. Für den leckeren Geschmack muss es also kein Rahmjoghurt sein. Fettarme Sorten schmecken vielen Verbrauchern sogar besser.

Achten Sie beim Kauf von Joghurt aber nicht nur auf dessen geringen Fettgehalt. Manche Produkte enthalten nämlich zusätzlich Zucker, um den Geschmack zu verstärken. Auch hier hilft ein Blick auf die Zutatenliste. Naturjoghurt sollte nichts enthalten als Milch und Joghurtkulturen. Vorsicht ist bei Kinderwunsch geboten: Eine Studie der Harvard School of Public Health fand heraus, dass bei Frauen, die vor allem fettarme Joghurts aßen, häufiger der Eisprung ausblieb.

Tipp: Dank seiner sehr flüssigen Konsistenz kann der 0,1-prozentige Joghurt ideal als Dressing verwendet werden. Einfach mit den Lieblingskräutern mischen und zum Salat servieren.

Quark von mager bis sahnig

Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung Fett in der Trockenmasse (Fett i.Tr.)? Diese Angabe bezieht sich auf den Prozentsatz von Fettanteilen, die sich in der Käsemasse befinden, nachdem ihr alle Wasseranteile entzogen wurden. Der absolute Fettgehalt eines Käses lässt sich ungefähr bestimmen, indem man seine Fett-i.-Tr.-Zahl mit dem Faktor 0,3 multipliziert: Hierbei sind die Werte für Quark und Frischkäse fast identisch – also hat ein halbfetter Quark mit 20 Prozent Fett i. Tr. einen absoluten Fettgehalt von ungefähr 6 Gramm auf 100 Gramm. Um die verschiedenen Quarksorten am besten vergleichen zu können, empfiehlt sich aber wieder der Blick auf die Nährwerttabelle. Die Vollfettstufe ist sehr beliebt, denn sie schmeckt cremig und sahnig, vergleichbar mit einem Dessert. Um einen trockenen Magerquark geschmeidig zu bekommen, geben Sie einfach etwas kohlensäurehaltiges Mineralwasser hinzu oder mixen ihn mit einem halbfetten Fruchtjoghurt – lecker!

Unser Fazit: Mittlere Fettgehalte bieten genug Geschmack und gefährden - in Maßen genossen - nicht die schlanke Linie.

© Fitforfun.de

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