Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) greift mittlerweile jeder vierte Deutsche regelmäßig zu Light-Produkten. Das Sortiment ist daher riesig und füllt schon ganze Supermarktgänge. Dem Verbraucher fällt es immer schwerer, sich im Überangebot an verheißungsvollen Schlankheitsprodukten zurecht zu finden. Wir lesen auf den Verpackungen "Light", "Fitness" oder "Zero", auf manchen auch "10 Prozent weniger Fett" oder "40 Prozent weniger Kalorien". Die Aufschriften verheißen viel, doch was steckt dahinter – und halten diese Produkte wirklich, was sie versprechen?
Das Zauberwort "Light"
Lebensmittel mit dem Schriftzug "Light" lösen bei vielen einen "Schlemmen-ohne-schlechtes-Gewissen"-Effekt aus. Es ist das Zauberwort, mit dem abnehmwillige Frauen und Männer geködert werden. Doch was bedeutet "Light" eigentlich?
Es dürfen sich nur Produkte "Light" oder "Leicht" nennen, wenn sie mindestens 30 Prozent weniger eines bestimmten Inhaltsstoffes enthalten als vergleichbare normale Produkte – beispielsweise Fett oder Zucker. "Light" kann sich aber auch auf Koffein oder Alkohol beziehen. Das heißt also nicht, dass alle Produkte, die einen Light-Stempel tragen, tatsächlich kalorienärmer sind. Im Gegenteil: Viele vermeintlich leichtere Produkte sind sogar kalorienhaltiger als das Original. Ein Light-Joghurt beispielsweise kann einen reduzierten Fettanteil haben, aber auch gleichzeitig einen erhöhten Zuckeranteil. Hinter dem angeblich schlankmachenden Wunderjoghurt verbirgt sich in so einem Fall eine richtige Kalorienfalle.
Das Leid mit den Light-Produkten
Um einen reduzierteren Kaloriengehalt zu erreichen und trotzdem ihren Vorbildern in puncto Geschmack und Konsistenz in nix nachzustehen, müssen Light-Produkte oft aufwändiger hergestellt werden. Dies ist nicht nur teurer, sondern bringt auch eine Menge von Zusatzstoffen mit sich. Etwa Bindemittel, Verdickungsmittel und andere Stoffe sollen die Konsistenz und das Mundgefühl der Originale nachahmen. Und damit der Genuss nicht auf der Strecke bleibt, wird oft mit Aromen und Geschmacksverstärkern nachgeholfen. Wo Fett reduziert wurde, muss auf andere Weise für ein geschmeidiges, vollmundiges Essgefühl gesorgt werden. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich!
Ungebremster Hunger
Auch das Reduzieren von Zucker bringt Nachteile mit sich. Um Süßspeisen auch wirklich süß zu bekommen, werden Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe eingesetzt. Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit und Fructose zwar weniger Kalorien als Zucker, sind aber dennoch Energiebomben. Süßstoffe, wie sie in Light-Getränken zu finden sind, beinhalten hingegen wirklich so gut wie keine Kalorien. Einige der verwendeten Süßstoffe haben allerdings einen leicht bitteren Beigeschmack. Und da bis heute nicht bewiesen ist, dass Süßstoffe bei regelmäßiger und unbegrenzter Verwendung unschädlich sind, gibt es für die meisten gängigen Süßstoffe wie Aspartam, Acesulfam K oder Saccharose einen ADI-Wert (= Allowed Daily Intake). Diese Grenzwerte gelten als sicher.
Light-Produkte zum Abnehmen?
Wer konsequent Fett und Zucker einspart, kann mittelfristig auch abnehmen. Light-Produkte können dies allerdings nur unterstützen – alleine bringen sie keinen Erfolg. Da sie in der Regel auch deutlich teuer sind als die Originale, wird hauptsächlich das Portemonnaie schlanker. Wer sich den Wunsch der individuellen Traumfigur erfüllen will, sollte lieber auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung im Zusammenspiel mit viel Bewegung setzen.
107 Meinungen zu "Was bringen Light-Produkte?"
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IchGlaubsNichtWirklich
Montag, 22.04.2013, 12:29 Uhr Man kann aus meiner Sicht nicht alle light-Produkte über einen Kamm scheren. Manche Produkte sind zwar "gefährlich", weil sie den Konsumenten zu mehr Nahrungskonsum anregen. Doch das liegt an verschieden Komponenten, die darin enthalten sind wie z.B. künstliche Süßstoffe, Geschmacksverstärker und so weiter. Werden natürliche Süßstoffe verwendet und auf Dinge wie Glutamat und so weiter verzichtet, ist die Wirkung nicht so negativ. Die light-Produkte, die vor allem eine Fettreduktion aufweisen z.B. Lachs-Schinken sind aus meiner Sicht bedenkenlos verzehrbar. Ich habe schon lange massive Stoffwechselprobleme und bin froh, das es auch gesunde Light-Produkte gibt, die einem keine Magen-Darm-Krämpfe bescheren. Etwas schockierend empfinde ich die große Anzahl von unsachlichen Meinungen, aber auch die starke Zensur bei den Meinungen. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber es wäre besser, wenn diese sachlich bleiben und nicht in Beleidigungen ausarten. -
strathmann
Mittwoch, 27.03.2013, 15:36 Uhr Light Produkte bringen mir nur eins: Ein Blick und doch kein Griff ins Regal, denn die lasse ich bewußt aus, denn was nützt es, wenn zwar das Fett reduziert wird, die Kohlenhydrate aber so richtig eingeschossen werden? Geholfen wird hier nur dem Hersteller und dem Vertreiber. Den Geschmacksnerven sowieso nicht, denn oft ist FETT der Geschmacksträger. -
kommenundgehen
Montag, 25.03.2013, 09:07 Uhr Erfolg bei einer Diät bringen immer Produkte jener Firma, die den Beitrag sponsert oder die Untersuchung bis zum endgültigen "Ergebnis" finanziert. Wenn die meisten weniger in sich hineinstopfen würden, hätten sie diese Probleme nicht. Viele fressen im wahrsten Sinne des Wortes aus Lageweile oder Dummheit. Jedes Tier weiss wann es satt ist, nur viele Menschen nicht.
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