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21.02.2013, 16:48 Uhr

CDU-Politiker: Pferdefleisch-Produkte an Arme verteilen

Berlin (dpa) - Im Skandal um nicht deklariertes Pferdefleisch sollten eingezogene Produkte aus Sicht des Bundestagsabgeordneten Hartwig Fischer nicht voreilig vernichtet werden.

"Es handelt sich bei den in Deutschland gefundenen Artikeln um qualitativ hochwertige und nicht gesundheitsgefährdende Lebensmittel", sagte der CDU-Entwicklungspolitiker am Donnerstag.

Die aus dem Verkauf genommenen Produkte sollten daher neu deklariert und Hilfsorganisationen wie den Tafeln zur Verfügung gestellt werden. Der Abgeordnete appellierte an die Nahrungsmittelbranche, die Schritte dazu einzuleiten. Aus dem Verkehr gezogen wurden etwa Lasagne, Tortelloni oder Gulasch.

Der Bundesverband Deutsche Tafel reagierte zurückhaltend. "Für uns stellt sich die Frage einer Verteilung nicht", sagte eine Sprecherin auf Anfrage in Berlin. Es gebe bei den Bürgern eine Verunsicherung mit Blick auf die Produkte. Die Tafeln würden solche Waren daher auch nicht abnehmen, wenn es bei den Nutzern keine Nachfrage gebe. "Diesen Bedarf scheint es im Moment nicht zu geben."

Klar sei aber auch: "Die Lebensmittelsicherheit in Deutschland muss gewährleistet werden, damit es nicht zu solchen Fällen kommt, dass am Ende vermutlich einwandfreie Lebensmittel im Müll landen." Rein rechtlich wäre es möglich, Produkte nachträglich korrekt zu etikettieren, erst dann dürften sie in Verkehr gebracht werden.

Für eine erweiterte Kennzeichnung, die Bund und Länder als Lehre aus dem Skandal anstreben, will sich die Bundesregierung nun mit Nachdruck einsetzen. "Deutschland und Frankreich sind sich einig: Wir wollen eine Herkunftskennzeichnung - und zwar so bald wie möglich und verpflichtend für alle 27 Staaten der EU", sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) der "Passauer Neuen Presse" (Freitag). Darüber solle an diesem Montag im Agrarministerrat beraten werden. Bisher muss bei rohem Rindfleisch vermerkt sein, aus welchem Land es stammt, aber nicht bei Fertigprodukten mit Fleisch.

Lasagne

Von diesen Produkten sollten Sie die Finger lassen: ein Überblick. >

In Zusammenhang mit dem Skandal nahm die Staatsanwaltschaft Rostock Vorermittlungen gegen einen Produzenten aus dem Landkreis Rostock auf. Damit werde geprüft, ob ein Anfangsverdacht für eine Straftat vorliegen könnte, sagte Sprecher Holger Schütt der dpa. Noch gebe es aber keinen Anfangsverdacht, keine Beschuldigten und keine Geschädigten. Ermittlungen laufen auch bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg in Niedersachsen.

In den vergangenen Tagen waren in Europa immer mehr Produkte mit nicht deklarierten Pferdefleisch-Anteilen entdeckt worden. Geschäfte nahmen Gerichte aus den Regalen, Behörden verschärften Kontrollen. Auch in Rumänien wurden nun mehr als 700 Kilo falsch etikettiertes Fleisch im Lagerraum eines Großhändlers gefunden, wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax am Donnerstag berichtete.

Alle News vom: 21. Februar 2013 Zur Übersicht: Gesundheit

2655 Meinungen zu "Pferdefleisch an Arme verteilen"

  • tartufo
    Samstag, 09.03.2013, 16:10 Uhr
    "Pferdefleisch an Arme verteilen" Und was ist mit Beinen? Warum wird nichts an Beine verteilt?
  • tartufo
    Freitag, 01.03.2013, 13:24 Uhr
    "Pferdefleisch an Arme verteilen" Vielleicht steckt aber auch Berechnung dahinter: Wer keine einwandfreien Lebensmittel isst, kann früher erkranken. Vielleicht wollen das gewisse Politiker sehr gerne in Kauf nehmen, damit es künftig weniger Bedürftige gibt, die man unterstützen muß.
  • tartufo
    Freitag, 01.03.2013, 13:22 Uhr
    "Pferdefleisch an Arme verteilen" Ehrlicher ist es, einwandfreie Lebensmittel an Arme zu verteilen und nicht den Dreck, der aus dem Handel genommen wurde. Das Zeug sollen mal bitteschön die Leute selber essen, die es verschenken wollen.
  • WerDarf
    Mittwoch, 27.02.2013, 14:54 Uhr
    falko | 12823 Beiträge ---SommerundWinter | 167 Beiträge Skandalös ist nicht, dass man Pferdefleisch an Arme verteilt. Skandalös ist, dass es in Deutschland Menschen gibt, die arm sind! Ein bedingungsloses Grundeinkommen in existenzsichernder Höhe würde hier sofort Abhilfe schaffen! Heute, vor 3 Minuten ************************************* Ja, es ist skandalös, wenn hier auf Kosten von Meister, Techniker und Studierten gelebt werden will. Das ist nicht sozial, sonder asozial xxxxxxxxxxx nicht..s o z i a l..ist wenn du auf kosten der allgemeinheit dein-e ausbildung-studium-absolvierst ---oder hast du vll. zuallererst ---KIGAs /Schule-n /UNIs --gebaut??? kindergeld /bafög / etc.etc. "mitnimmst" dadurch einen gutdotierten arbeitsplatz inne hast und statt etwas davon zurückzugeben --zB: arbeitsplätze zu schaffen lieber diejenigen - noch *-herunterwürdigst--ausgrenz´t --an deren "aussenseiter-dasein" du uU nicht unschuldig bist:-( *-nachtrittst, die bereits "am boden liegen" :-( ....*** das nenne ich mal einen "edlen charakter" *** wurde dir als kind nicht vermittelt, dass man auf den - der bereits am boden liegt - nicht mehr einschlägt??? das ist nämlich......a s o z i a l :-( ((
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