Feinstaub sorgt für eine erhöhte Anzahl an Atemwegserkrankungen - das war bisher bekannt. Mehrere Studien weisen nun darauf hin, dass verschmutze Luft auch Diabetes und Übergewicht verursachen könnte.

Wer Diabetes hat und an Übergewicht leidet, war bisher meistens selbst daran Schuld. Schlechte Ernährung, zu wenig Bewegung, zu viel Zucker wurden häufig als Ursachen aufgezählt. Mehrere Studien legen aber mittlerweile nahe, dass den Krankheitsbildern eine ganz andere Ursache zu Grunde liegen könnte: Feinstaub.

Dieser kann den Stoffwechsel durcheinander bringen, zu Fettleibigkeit führen, den Appetit verstärken und Insulin unwirksam werden lassen. Eine Studie der Universität Düsseldorf hat die Feinstaubbelastung am Wohnort und die Anzahl der Diabetes-Erkrankungen miteinander verglichen.

Feinstaub begünstigt Diabetes

Auch wenn man Faktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Geschlecht und Alter mit einrechnet, kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass eine hohe Feinstaubbelastung das Risiko für Diabetes erhöht.

Konkret bedeutet heißt das, dass Menschen, die weniger als 100 Meter von einer Hauptstraße entfernt wohnen, ein 30 Prozent höheres Risiko haben, an Diabetes zu erkranken, als Menschen, die mehr als 200 Meter weit entfernt leben. Dieser Fund wurde auch von einer Studie der Universität Basel bestätigt.

2009 gab es bereits einen Versuch mit Mäusen, der nahe legte, dass Mäusel, die sowieso zu Fettleibigkeit neigen, schneller dick werden und den Zuckerspiegel schlechter regulieren können, wenn sie feinstaubreicher Luft ausgesetzt sind.