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10.01.2013, 07:32 Uhr

Endlich glücklich und erfolgreich - Teil 1 der Interviewreihe

Schlank, glücklich, erfolgreich: Gerne! Aber wie setzen wir unsere drängenden Neujahrsvorsätze in die Tat um? In unserer großen Interviewreihe verrät Dr. med. Stefan Frädrich, dass Abnehmen nicht schwer sein muss, wie sich Unglücksraben in Glückspilze, Faulpelze in Erfolgsmenschen und Raucher in Nichtraucher verwandeln können. Im ersten Teil erklärt der Mediziner, wie man schlechte Gewohnheiten los wird und warum das Geheimnis eines glücklichen Lebens darin besteht, den inneren Schweinehund immer wieder herauszufordern.

Von WEB.DE Redakteurin Silke Stadler

Herr Dr. Frädrich, mindestens einmal im Jahr nehmen wir uns vor, unser Leben zu verändern – meistens zu Beginn des neuen Jahres. Den wenigsten gelingt es allerdings, schlechte Gewohnheiten dauerhaft zu ändern. Woran hapert's?

Dr. med. Stefan Frädrich: Neujahrsvorsätze wirken nur ein paar Tage, maximal ein paar Wochen. Das Leben ist ein Marathon, kein Sprint. Deshalb muss ich mich ständig in die Vogelperspektive begeben und beurteilen: Was mache ich richtig? Was mache ich falsch?

Menschen brauchen einen Sinn, um aktiv zu werden

Was muss passieren, damit man sich verändert?

Frädrich: Man muss einen Sinn sehen in dem, was man tut. Das ist der zentrale Kompass, den wir in uns haben. Menschen tun Dinge nicht, wenn sie sie nicht als sinnvoll erachten.

Sie haben sich in Ihren Büchern sehr stark mit dem inneren Schweinehund auseinandergesetzt und ihn liebevoll Günter getauft. Sie behaupten, er sei nicht unbedingt faul, sondern vielmehr ängstlich. Wovor fürchtet er sich?

Frädrich: Der innere Schweinehund ist für mich eine Metapher für die Programme, die in unserem Gehirn gespeichert sind. Durch die Gewohnheiten, die wir uns beibringen, bauen wir eine Komfortzone auf. Wenn wir diese verlassen, uns verändern sollen, bekommen wir eine von drei Urängsten: Angst vor Überanstrengung, Angst vor sozialer Zurückweisung oder Angst vor dem Scheitern.

Ein Leben ohne Herausforderungen macht nicht glücklich

Wie kann man sich trotzdem überwinden, die Komfortzone zu verlassen?

Frädrich: Wenn ich einen Sinn darin sehe und wenn ich übe. Viele Menschen freuen sich darüber, dass sie ein bequemes Leben ohne Herausforderungen haben. Dabei sind es gerade die Herausforderungen, die uns geistig flexibel bleiben lassen und dazu führen, dass wir uns auch die nächsten Herausforderungen wieder zutrauen. Jemand, der es als normal erachtet, dass sich das Leben ständig verändert, hat mit Veränderungen viel weniger Probleme. Erfolgreiche und glückliche Menschen sind diejenigen, die sich jeden Tag ihres Lebens fragen: Was kann ich heute ein bisschen besser machen als gestern?

Also kann Ihrer Ansicht nach jeder erfolgreich sein, auch wenn er sich nicht zu den Intelligentesten oder Talentiertesten zählt?

Frädrich: Wer ist intelligent? Wer ist talentiert? Das ist ja sehr subjektiv. Es ist wichtig, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die man verändern kann, anstatt auf die Dinge, auf die man keinen Einfluss hat. Der Erfolgreiche fragt sich: Was kann ich tun? Der Erfolglose fragt sich: Warum kann ich sowieso nichts tun? Der eine sucht Wege, der andere Ausreden.

Veränderungen sind keine Bedrohung

Ständige Verbesserungen im eigenen Leben machen erfolgreich und glücklich?

Frädrich: Natürlich! Weil ich meinen Kopf dann ständig mit Neuem fülle. Wir wollen ja eigentlich ein abenteuergeladenes Leben, das interessant, unterhaltsam und spannend verläuft. Der Mensch liebt alles Neue. Aber er hasst Veränderungen.

Und dieses Dilemma aufzulösen führt zu Glück und Erfolg?  

Frädrich: Auf jeden Fall. Ich darf Veränderungen nicht mit einer Bedrohung assoziieren, sondern muss auf Veränderungen aktiv zugehen.

Lesen Sie im zweiten Teil unserer Interviewreihe, warum wir keine Kalorientabelle brauchen, um eine gute Figur zu machen und woran es hapert, wenn die Pfunde trotzdem nicht schmelzen wollen.

Dr. med. Stefan Frädrich ist Coach für Motivation, Gesundheit und Kommunikation und hat bereits zahlreiche Bücher zu diesen Themen verfasst. Bekannt wurde der Arzt unter anderem durch die TV-Ratgebershow "Besser Essen" auf ProSieben.

Alle News vom: 10. Januar 2013 Zur Übersicht: Gesundheit

25 Meinungen zu "Endlich happy! Aber wie?"

  • fit4always
    Freitag, 11.01.2013, 15:41 Uhr
    irgendwie ist das mal wieder ein unsinniger Artikel.... für den einen bedeutet Gesundheit Glücklichsein, für den anderen seine Familie, wiederum andere sind glückllich, daß sie ihre Ex endlich los sind und das vollkommene Glück ist dann den Jackpot zu knacken :-)) dafür braucht's doch keine Studie eines Promovierten, oder ?
  • Scharlodde
    Freitag, 11.01.2013, 12:34 Uhr
    Wenn man hier so einiges liest, was manche von sich geben , ja auch ihr Leben widerspiegelt, wundert es mich nicht, dass es so viele gibt die NIE happy sein werden bzw. es nicht mehr können!
  • goluky
    Freitag, 11.01.2013, 11:23 Uhr
    Bist du ehrlich und gerecht, hast du garnichts und geht dir schlecht!!!!!
  • Sachverstaendig
    Freitag, 11.01.2013, 09:59 Uhr
    Zu: " ..ein gutes gewissen macht happy... ein schlechtes gewissen nicht......wenn man was macht, und weiß, es ist nicht ok... ZB..fleisch-essen, aber man kennt die Bilder aus dem Schlachthof......wenn man damit aufhört. kann das happy machen... ................................... Ein gutes Gewissen, ist ein sanftes Ruhekissen.
  • ichhoffeeswirdbesser
    Donnerstag, 10.01.2013, 14:44 Uhr
    Auch hier kann man lesen: der größte Hinderungsgrund für das eigene Glück ist Angst. Angst morgen weniger zu haben als heute, Angst etwas zu verpassen, Angst, der Nachbar, Kollege, etc. könnte etwas besser, schneller, billiger, etc. bekommen haben, Angst nicht alles zu schaffen, Angst, dass von einem nach dem Tod nichts bleibt. Und darum versaut man sich das Leben? Es geht nicht darum das Leben mit Jahren zu füllen, sondern die Jahre mit Leben. Und am Besten versaut man sich sein Glück, wenn man sich einredet: "Ich kann erst glücklich sein wenn ...". Warum das. Ich bin dann lieber gleich glücklich.
  • zask06
    Donnerstag, 10.01.2013, 13:21 Uhr
    KuroKarasu..."Wollt ihr für den Staat leben? Oder für euer Glück und das der Menschen die ihr liebt?" Ist prinzipielle völlig richtig...nur sehe ich nicht, dass man die Wahl hat...außer man gehört zu den oberen 10.000 denen der Staat in die Kimme kraucht. So gesehen, gibts weitestgehend nur illegale Wege um eben nicht für den Staat zu leben bzw. zu arbeiten. Auch das ist mehr als armseelig, vor allem wenn ich sehe wie mit unserer sauer verdienten Kohle Verschwendung, Veruntreueun, Betrug, Abzocke, Vetternwirtschaft, Verschenkung an Pleiteländer usw usf. betrieben wird. Das ist in meinen Augen hochgradiger Volksverrat. Und das jeden Tag von Medien noch aufs Auge gedrückt zu bekommen macht "das Glücklichsein" nicht grade einfacher. Geld regiert die Welt, 98 % aller Probleme lassen sich mit Geld lösen. Wenn du keins hast, haste verkackt, aber sowas von. Und dann sei mal glücklich...der Blanke Hohn ist das.
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