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28.02.2013, 16:31 Uhr

Geistige Leistung: Intervalltraining fürs Hirn

Wer regelmäßig trainiert stärkt nicht nur seine Kondition, auch die geistige Leistung profitiert. Das ergab zumindest eine kleine kanadische Pilotstudie. Möglicher Grund für den positiven Effekt: Das Gehirn wird während des Sports besser durchblutet.

Für das Experiment rekrutierte das Team um Martin Juneau vom Montreal Heart Institute sechs übergewichtige Teilnehmer, die im Schnitt 49 Jahre alt waren. Zu Beginn der Studie ermittelten die Forscher die körperliche und geistige Fitness der Freiwilligen. Unter anderem  untersuchten sie dazu die Herzleistung, die maximale Sauerstoffaufnahme des Blutes, die über die körperliche Leistungsfähigkeit Ausschluss gibt,  und den Blutfluss zum Gehirn.

Darüber hinaus lösten die Probanden eine Reihe von Gedächtnistests und andere kognitive Aufgaben. Mithilfe eines speziellen Verfahrens, der sogenannten Nahinfrarotspektroskopie, konnten die Wissenschaftler dabei messen, wie gut das Gehirn der Teilnehmer dabei  mit Sauerstoff versorgt war.

Intervalltraining fürs Hirn

Für einen Zeitraum von vier Monaten nahmen die Probanden dann an einem intensiven Sportprogramm teil:  Zweimal wöchentlich absolvierten sie dazu jeweils anderthalb Stunden ein Intervalltraining auf einem Fahrradergometer. Bei einem solchen Programm wechseln sich kurze Phasen hoher Belastung mit eher mäßig anstrengenden ab. Ergänzt wurde das Training durch zwei anderthalbstündige Kraftsportübungen pro Woche.

Das Ergebnis: Die Sauerstoffversorgung im Gehirn der Teilnehmer war  signifikant angestiegen und sie schnitten in den kognitiven Test besser ab als zuvor. Besonders deutlich zeigte sich dieser positive Effekt bei den Teilnehmern, deren körperliche Kondition sich am stärksten verbessert hatte und die das meiste Gewicht verloren hatten.

Gestoppter Leistungsschwund

"Menschen, die Sport treiben, fühlen sich oft auch geistig leistungsfähiger", erklärt Juneau . Der Versuch bestätigt nun, dass an dieser subjektiven Wahrnehmung tatsächlich etwas dran ist. Mit dem Alter lasse die geistige Fitness nach. "Es ist beruhigend, dass sich dieser Abbau durch Sport und Gewichtsverlust zumindest teilweise stoppen lässt", so der Forscher. (cf)

Quelle: Pressemitteilung der University of Montreal anlässlich des Canadian Cardiovascular Congress (CCC) in Toronto, 27 bis 31. Oktober

Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von NetDoktor.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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Alle News vom: 28. Februar 2013 Zur Übersicht: Gesundheit

22 Meinungen zu "Bewegung macht schlau"

  • TestDept
    Mittwoch, 07.11.2012, 15:33 Uhr
    @StrapsegoettinX cool - ;-)))

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