Hannover (dpa) - Zum Martinstag am 11. November können sich die Verbraucher beim Kauf eines Gänsebratens auf Preise wie im Vorjahr einstellen. Beim Verzehr gibt es einen Trend, auf ganze Tiere zu verzichten.

Wegen der etwas aufwendigeren Zubereitung des Gänsebratens griffen immer mehr Kunden eher zu Brust oder Keule, sagte Anna Wilke vom Geflügelwirtschaftsverband NGW. Die portionierte Ware kommt meistens aus dem Ausland auf den deutschen Markt, vor allem aus Polen und Ungarn.

Für 2014 gab der Zentralverband der Geflügelwirtschaft den Verzehr an Gänsefleisch mit rund 26 800 Tonnen an.

Die meisten Gänse werden im November verkauft: Mit dem traditionellen Martinsgansessen beginnt die Hauptsaison, die zu Weihnachten ihren Höhepunkt erreicht. Die Nachfrage nach Gänsen sei in den vergangenen Jahren gestiegen, sagte Schlachtermeister Heinz-Diedrich Wrieden aus Bremen, der frische Gänse aus der Region anbietet. Dabei kommt es aber auch auf den Wochentag an: "Fällt der Martinstag auf ein Wochenende, gehen schon ein paar mehr Gänse über den Ladentisch."

Tiergerechte Haltung und Fütterung sowie kurze Transportwege seien ein Kennzeichen für heimische Produkte, hieß es vom Geflügelwirtschaftsverband. Kunden können sich ihren Festtagsbraten auf Wochenmärkten oder direkt im Hofladen reservieren lassen oder bei Tierhaltern vorbestellen.© dpa