Die Welt hat ein gewichtiges Problem: Während in armen Ländern Millionen Menschen hungern, überfressen sich die Bewohner vieler Industrienationen geradezu. Auch die Deutschen nehmen weit mehr Energie auf als empfohlen, wie unsere Grafik zur Kalorienaufnahme in ausgewählten Ländern weltweit zeigt.

Laut Techniker Krankenkasse (TK) sollten Männer zwischen 25 und 51 Jahren hierzulande etwa 2.400 Kilokalorien täglich zu sich nehmen, bei Frauen sind es sogar noch weniger.*

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Die Realität sieht ganz anders aus: In Deutschland werden täglich mehr als 3.500 Kilokalorien pro Person gegessen, wie Daten der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) aus den Jahren 2011 und 2013 zeigen. Das sind anderthalb Mal so viele Kalorien wie für den Durchschnittsmann empfohlen.

Besagter Durchschnittsmann würde mit dieser Menge in weniger als einer Woche ein ganzes Kilo zunehmen, denn 7.000 überschüssige Kilokalorien werden in ein Kilo Körperfett umgewandelt.

In Österreich ist die Lage noch dramatischer: Die Alpenrepublik zählt nach Belgien zu den weltweiten Spitzenreitern mit 3.784 Kilokalorien pro Kopf. Das sind fast 60 Prozent mehr als der Richtwert der TK vorsieht. Die Österreicher liegen damit in der Kalorienaufnahme sogar noch vor den USA.

Den krassen Gegensatz bilden arme Länder wie Namibia. Hier liegt die tägliche Kalorienaufnahme weit unter den Empfehlungen. Ebenso in Afghanistan, Bolivien und anderen Entwicklungsländern.

Während in vielen europäischen Ländern täglich mehr Kalorien als nötig konsumiert werden, leiden Menschen in Entwicklungsländern wie Namibia unter unterkalorischer Ernährung.
*Die Empfehlung von 2.400 Kilokalorien täglich für Männer zwischen 25-51 Jahren ist nur ein ungefährer Richtwert. Tatsächlich wird der Kalorienbedarf von vielen Faktoren beeinflusst, zum Beispiel Alter, Geschlecht, Gewicht, Muskelmasse und körperliche Aktivität.
Teaserbild: © 1&1 Mail & Media