Bonn (dpa/tmn) - Wenn die Eltern keine Zeit haben oder mal für sich sein wollen, kommen die Enkel oft zu den Großeltern. Deshalb sollten auch sie Unfällen bei sich zu Hause vorbeugen.

Dazu gehört etwa, die Steckdosen mit einer Kindersicherung zu versehen oder die Tabs für die Spülmaschine nach oben auf den Schrank zu stellen. Darauf weist Kinderarzt Till Dresbach vom Universitätsklinikum Bonn im Magazin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen "Die BAGSO Nachrichten" (Ausgabe 01/2016) hin. Wenn trotz aller Vorsicht etwas passiert, müssen Großeltern schnell handeln - das gilt gerade im Fall einer notwendigen Wiederbelebung. Unter www.kindernotfall-bonn.de finden sie eine Übersicht, was bei Notfällen zu tun ist.

Hat ein Kind etwa Putzmittel verschluckt, sollten Großeltern es Wasser, Tee oder Saft in kleinen Schlucken trinken lassen. Dem Kind Milch geben oder es zum Erbrechen bringen, sind die falschen Maßnahmen, heißt es auf der Seite. Auch Salzwasser kann fatale Folgen haben. Außerdem sollte man eine Giftnotrufzentrale verständigen. Eine Liste der Anlaufstellen gibt es unter www.bvl.bund.de beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Ist das Kind bewusstlos, bringt man es in die stabile Seitenlage und ruft sofort den Notarzt. Auch in diesem Fall sollte man nicht versuchen, das Kind zum Erbrechen zu bringen. © dpa