Saarbrücken (dpa/tmn) - Würde man nicht vermuten, ist aber so: Für Fußballspieler sind gute Bauchmuskeln wichtig. Das hat vor allem etwas mit Kopfbällen zu tun. Was genau, erklärt Oliver Ludwig von der Universität des Saarlandes.

Um sich vor Verletzungen beim Kopfball zu schützen, sollten Hobby-Fußballer ihre Bauchmuskulatur regelmäßig trainieren. "Die Verletzungsgefahr für den Kopf und die Halswirbelsäule ist deutlich geringer, wenn die Bauch- und Rückenmuskulatur gut arbeitet", sagt Oliver Ludwig vom Sportwissenschaftlichen Institut der Universität des Saarlandes. Seine Arbeitsgruppe hat in Versuchen mit 26 Amateur-Fußballern herausgefunden, dass die Hals- und Nackenmuskulatur beim Kopfball stärker belastet wird, wenn die Rumpfmuskeln ermüdet sind. Das sei jedoch gefährlich, da die Muskeln die Halswirbelsäule dann nicht mehr stabilisieren könnten.

"Die Bauchmuskeln von Profi-Fußballern werden so trainiert, dass sie in den 90 Minuten des Spiels wenig ermüden", erklärt Ludwig. Hobby-Kickern empfiehlt der Humanbiologe mindestens eine extra Trainingseinheit pro Woche - mit Standardübungen wie Sit-ups oder Crunches. "Gut sind auch Koordinationsübungen", sagt er. "Der Spieler kann sich zum Beispiel auf ein Bein stellen und das andere angewinkelt in der Luft zur Seite abspreizen. Das trainiert auch die Hüftmuskulatur mit."© dpa