Erektionsstörungen sind oft ein großes Problem für Männer. Über so ein heikles Thema zu sprechen, fällt natürlich schwer. Muss oder sollte man sich der Partnerin oder dem Partner anvertrauen?

Dr. med. Wolfgang Bühmann, Facharzt für Urologie und Andrologie sowie Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V., klärt auf:

"Ja, man sollte unbedingt mit der Partnerin oder dem Partner darüber sprechen, weil man das Problem ohnehin nicht verheimlichen kann. Männer ziehen sich dann zurück, sagen, man solle sie in Ruhe lassen, oder schlagen Ersatzhandlungen vor, wie zum Beispiel ins Kino zu gehen. Sprechen Sie es lieber an. Eine Frau hat in der Regel mehr Verständnis für Sie, wenn Sie Ihr Problem offen äußern, anstatt es zu verheimlichen. Auf Dauer geht das ja auch gar nicht.

Für die Partnerin oder den Partner stellt es in der Regel auch kein Problem dar, mit den Erektionsstörungen umzugehen: Man kann sich ja auch anders erregen als durch direkten Verkehr.

Wir stellen Experten die Fragen, die Ihnen vielleicht zu peinlich sind.

Wichtig ist, dass der Mann nicht das Gefühl hat, zu versagen. Solange er die Erektionsstörungen nicht äußert, bleibt diese Angst und verstärkt sich. Das ist wie mit der Mathematikarbeit, vor der man sich als Schüler fürchtet und die man dann erst recht vergeigt. Man sollte also offen darüber reden und gemeinsam daran arbeiten. Außerdem sollte man mit einem Arzt über die Möglichkeit sprechen, die Gliedsteife mit Medikamenten zu verstärken." (sist)

Haben auch Sie intime Fragen, die wir unseren Experten stellen sollen? Schreiben Sie uns an intime-sprechstunde@1und1.de. Sollten wir Ihr Anliegen veröffentlichen, geschieht das selbstverständlich anonym.

Wegen der vielen Zuschriften können wir leider nicht alle Fragen von unseren Experten beantworten lassen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.