Manche Männer leiden unter Gynäkomastie: Ihre Brust ist nicht etwa flach, sondern ähnelt einem weiblichen Busen. Das wird oft als extrem unangenehm empfunden. Was kann man dagegen tun? Die intime Sprechstunde.

Dr. med. Wolfgang Bühmann, Facharzt für Urologie und Andrologie sowie Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V., klärt auf:

"In der Jugend entwickeln Jungen manchmal Brüste – das ist in der Pubertät eine normale Phase. Das ist oft sehr schlimm für die Betroffenen, weil die Jungs sich dann überhaupt nicht mehr raustrauen. Man kann das in Ausnahmefällen vorübergehend hormonell beeinflussen oder aber operativ entfernen. Die Alternative ist, dass der Betroffene die Phase aushält und einfach abwartet. Nach bis zu zwei Jahren ist es in der Regel wieder vorbei. Aber die können scheußlich sein, ein Spießrutenlauf für Jungs. Wenn die psychischen Belastungen erheblich sind, sollte man das Drüsengewebe von einem plastischen Chirurgen entfernen lassen.

Blitzschläge töten nicht immer, haben aber extreme Folgen.

Auch erwachsene Männer können Brüste bekommen. Weggehen tut es im Alter in der Regel nicht mehr, weil die Hormonachse nachlässt. Ein älterer Mann kann damit aber eventuell besser leben. Wenn nicht, gilt dasselbe wie bei Jugendlichen: Wenn man einen Leidensdruck spürt, kann man es operieren lassen oder hormonell beeinflussen. Allerdings hat jeder Eingriff in den Hormonhaushalt erhebliche Nebenwirkungen." (sist)

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