Sexualität im Allgemeinen, aber vor allem sexuelle Probleme wie Lustlosigkeit und Impotenz sowie manche Krankheiten sind vielen peinlich. In unserer intimen Sprechstunde stellen wir die Fragen, die Sie vielleicht nicht laut formulieren möchten - und lassen Experten antworten.

Manchen Eltern stellt sich die Frage: Ist mein Kind nicht am anderen Geschlecht interessiert, sondern am eigenen? Und wie sollen sie dann reagieren? Die intime Sprechstunde.

Wir stellen Experten die Fragen, die Ihnen vielleicht zu peinlich sind.

Dr. med. Wolfgang Bühmann, Facharzt für Urologie und Andrologie sowie Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V., klärt auf:

"Zunächst einmal hat jedes Kind homosexuelle Phasen, das ist ganz normal. Sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen gehört das zur sexuellen Entwicklung. Da drehen manche Eltern aber schon durch. Man sollte abwarten und es laufen lassen.

Wenn eine gleichgeschlechtliche Prägung erfolgt, dann sollten Eltern eines auf keinen Fall tun: Das zu sanktionieren oder in die Schmuddelecke zu stellen. Es gibt Männer wie Frauen, die sich gleichgeschlechtlich sexuell orientieren und das sollte man einfach akzeptieren und unterstützen. Nichts ist schlimmer, als eine sexuelle Prägung oder emotionale Ausrichtung zu unterdrücken. Das führt zu psychischen Störungen. Stellen Sie sich vor, Sie zwingen einem heterosexuellen Mann jahrelang sexuelle Kontakte mit Männern auf. Er wird dann genauso psychische Störungen erleben wie es umgekehrt der Fall wäre. Es gibt auch überhaupt keinen Grund, die sexuelle Orientierung zu negativieren oder zu sanktionieren. Man kann sie im Übrigen ohnehin nicht ändern." (sist)

Haben auch Sie intime Fragen, die wir unseren Experten stellen sollen? Schreiben Sie uns an intime-sprechstunde@1und1.de. Sollten wir Ihr Anliegen veröffentlichen, geschieht das selbstverständlich anonym.

Wegen der vielen Zuschriften können wir leider nicht alle Fragen von unseren Experten beantworten lassen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.