Nicht nur Frauen können mit ihrer Körperbehaarung auf Kriegsfuß stehen. Auch Männern ist es peinlich, wenn bestimmte Körperstellen sehr behaart sind. Muss man Abhilfe schaffen? Die intime Sprechstunde.

Dr. med. Wolfgang Bühmann, Facharzt für Urologie und Andrologie sowie Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V., klärt auf:

"Eine zu starke Körperbehaarung des Mannes ist nicht häufig, aber auch nicht selten. Biologisch ist das völlig normal und hat mit den Hormonen zu tun. Weder die Haare, noch eine Entfernung der Haare per Waxing oder ähnlichem sind gesundheitsschädlich.

Man muss sich fragen: Für wen ist das Ganze ein Problem? Für den Mann selbst, für die Partnerin, den Partner oder für beide? Oder ist es überhaupt kein Problem? Ob man daran was ändert, muss also jeder für sich selbst entscheiden.

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Hormone zum Eindämmen des Haarwuchses sollte man aber auf keinen Fall nehmen, denn die haben erhebliche Begleitwirkungen. Bei zu viel Testosteron beispielsweise bekommt man starke Muskeln. Aber gleichzeitig wird man zeugungsunfähig, weil die Hoden aufhören, Samenzellen zu produzieren. Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, die Stärke der Körperbehaarung durch Hormone steuern zu wollen. Bitte nicht!" (sist)

Haben auch Sie intime Fragen, die wir unseren Experten stellen sollen? Schreiben Sie uns an intime-sprechstunde@1und1.de. Sollten wir Ihr Anliegen veröffentlichen, geschieht das selbstverständlich anonym.

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