Berlin (dpa/tmn) - Auf der Suche nach Infos zum Beispiel über Politik kann man im Internet schon mal den Überblick verlieren. Und manches ist dann doch eher was für Erwachsene. Die Initiative "Schau hin!" hat ein paar Tipps mit Info-Seiten für Jugendliche.

Jugendliche bis 14 Jahren können sich zum Beispiel unter www.hanisauland.de schlaumachen. Dort bietet die Bundeszentrale für politische Bildung etwa ein Spezial zum Thema Flüchtlinge und ein Lexikon zum Nachschlagen. Wer etwas älter ist, findet Infos zu Flüchtlingen und vielen anderen Themen auf www.fluter.de - ebenfalls ein Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung.

Auch auf Youtube gibt es laut "Schau hin!" einige Info-Kanäle für Jugendliche: Im Kanal Jung & Naiv von Tilo Jung findet man zum Beispiel Interviews mit Politikern. LeFloid bereitet aktuelle politische Themen für Jugendliche auf und kommentiert sie. Auch auf den Kanälen WDR #3sechzich, MrWissen2go oder Was geht ab!? können sich Jugendliche laut "Schau hin!" informieren.

An der Politik beteiligen können sich Jugendliche unter www.ichmache-politik.de - ein Angebot des Deutschen Bundesjugendrings: Man kann online Ideen und Vorschläge machen, die dann von den Teilnehmern in einer Abstimmung gewichtet werden. Die Ergebnisse sollen dann in die Arbeit der AG "Jugend gestaltet Zukunft" und damit in die Demografiestrategie der Bundesregierung einfließen.

Laut der Shell Jugendstudie bezeichnen sich 41 Prozent der 12- bis 25-Jährigen als politisch interessiert. Im Schnitt sind sie demnach pro Woche außerdem mehr als 18 Stunden online.

Shell-Jugendstudie 2015

Für die Erhebung werden seit 1953 alle drei bis fünf Jahre rund 2500 Jugendliche zu ihren Einstellungen befragt. Die jüngste Umfrage fand von Anfang Januar bis Anfang März 2015 statt.

Einstellung zu Flüchtlingen: Für eine gleiche Aufnahme wie bisher sprachen sich bei der Befragung Anfang des Jahres 36 Prozent aus - fast jeder Vierte plädierte sogar für eine Ausweitung. Etwa jeder Dritte wünschte sich indes weniger Flüchtlinge in Deutschland.

Interesse an Politik: Im Vergleich zum Tiefpunkt 2002 mit 30 Prozent bezeichneten sich zuletzt 41 Prozent der Jugendlichen als politisch interessiert. Nach Erkenntnissen der Forscher hat der Wandel auch damit zutun, dass die 12- bis 25-Jährigen die gesellschaftliche Lage in Deutschland wieder positiver sehen.

Angst vor Terror: Auffällig ist allerdings die Sorge in Bezug auf die internationale Politik. Auf die Frage nach ihren Ängsten nannten die Jugendlichen mit 73 Prozent am häufigsten Terroranschläge - gefolgt von einem möglichen Krieg in Europa (62 Prozent).© dpa