Herzogin Kate ist wieder schwanger und alle Welt brennt darauf, zu erfahren, was es denn werden wird: Junge oder Mädchen? Medizinisch lässt sich das zu diesem frühen Zeitpunkt nur durch nicht ungefährliche, invasive Eingriffe wie einer Fruchtwasseruntersuchung feststellen. Doch es gibt ja immer noch viele Volksweisheiten, mit denen sich das Geschlecht des Babys ganz ohne medizinischen Schnickschnack erkennen und sogar beeinflussen lässt. Oder? Wir haben den Mythen auf den Zahn gefühlt.

"Es soll ein Mädchen werden!"

Viele Paare mit Kinderwunsch würden das Geschlecht ihres Babys gern beeinflussen. Geht das? Wissenschaftler zweier niederländischer Universitäten sind dieser Frage nachgegangen. Einer Testgruppe von 32 Frauen wurde eine kalzium- und magnesiumreiche Diät und Sex zu bestimmten Zeitpunkten (abhängig vom Eisprung) verordnet. 81 Prozent von ihnen wurden mit einem Mädchen schwanger.

Spitzer Bauch? Es wird ein Junge

Ist das Kind erst gezeugt, steht auch das Geschlecht fest. Nur lässt es sich eben nicht so einfach erkennen. Wer auf Ultraschall und Fruchtwasseruntersuchung verzichten will, erliegt schon einmal der Versuchung, Ammenmärchen Glauben zu schenken. Im Volksmund heißt es zum Beispiel, dass ein spitzer Bauch auf einen Jungen, ein runder auf ein Mädchen hindeutet. Kompletter Unsinn, wie eine Studie der amerikanischen Johns Hopkins University ergab.

Jungen machen Mütter schöner

Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, dass Frauen, die mit einem Buben schwanger sind, vor Schönheit glänzen und von innen heraus strahlen. Weibliche Embryos haben den gegenteiligen Effekt, sorgen für unreine Haut und stumpfes Haar. Ganz schön anmaßend, Mädchen die Schuld daran in die Babyschuhe zu schieben - und auch unberechtigt. Bisher konnte ein solcher Zusammenhang nicht bewiesen werden.

Warum bin ich so fröhlich? Weil's ein Junge wird

Jungs machen nicht nur schön, sondern auch gute Stimmung - zumindest, wenn sie sich noch in Mamas Bauch befinden. Doch auch dabei handelt es sich um einen Mythos: Sind Schwangere besonders weinerlich, sind die Hormone schuld und nicht das weibliche Geschlecht ihres Babys.

Übelkeit deutet auf ein Mädchen hin

Es heißt, Frauen litten stärker an Übelkeit, wenn sie mit einem Mädchen schwanger sind. In diesem vermeintlichen Ammenmärchen steckt tatsächlich ein wahrer Kern: Amerikanische Forscher konnten nachweisen, dass Frauen, die unter besonders heftiger Schwangerschaftsübelkeit litten, häufiger Mädchen geboren haben.

Mit Zahlenspielen zum Geschlecht

Auch das Zeugungsdatum gibt Anlass zu Spekulationen über das Geschlecht des Nachwuchses. Ergibt das Alter der Frau zum Zeitpunkt der Empfängnis addiert mit der Zahl des Zeugungsmonats eine ungerade Zahl, wird es ein Mädchen. Praktisch, dass die Chancen, damit richtig zu liegen, bei 50:50 stehen. Mit der gleichen Wahrscheinlichkeit lässt sich das Geschlecht auch durch das Werfen einer Münze bestimmen. (sist)