Köln (dpa/tmn) - Hat ein Baby unter drei Monaten eine höhere Körpertemperatur als 38 Grad Celsius, sollten Eltern mit ihm zum Kinderarzt gehen. Bei Kindern zwischen einem halben und zwei Jahren, wenn sie länger als einen Tag Fieber haben. Das teilt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mit.

Mit älteren Kindern gehen Eltern bei Fieber ab einer Dauer von drei Tagen oder wenn es dem Kind schlechter geht zum Arzt. Auch wenn andere Symptome wie ein steifer Nacken, ungewöhnliches Verhalten, erschwerte Atmung, Fieberkrampf oder eine Wölbung der Fontanelle hinzukommen oder sich das Kind nur schwer wecken lässt.

Die Körpertemperatur schwankt im Tagesverlauf: Sie ist abends meist um rund 0,5 Grad höher als am Morgen. Neben Infektionen können auch ein warmes Bad, zu warme Kleidung, eine dicke Decke oder Herumtoben hinter vorübergehend höheren Körpertemperaturen stecken. Bei Kindern und Babys spricht man ab einer Körpertemperatur von 38,5 Grad Celsius von Fieber.

Hat ein Kind richtig Fieber, sollten Eltern darauf achten, dass es im Bett bleibt und genug zu trinken bekommt. Mit jedem Grad über der normalen Körpertemperatur steigt laut BVKJ der Flüssigkeitsbedarf um 10 bis 15 Prozent.

Grundsätzlich ist Fieber keine Krankheit, sondern ein Schutzmechanismus des Körpers: Viren und Bakterien können sich bei einer höheren Körpertemperatur schlechter vermehren. Hohes Fieber - eine Körpertemperatur von mehr als 39 Grad - ist eine große Belastung für den Körper und kann seine Funktionen einschränken. © dpa