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12.06.2012, 15:30 Uhr

Kindliche Lebenserwartung: Alter Papa, langes Leben

Wenn Männer sich mit dem Nachwuchs Zeit lassen, kann das Vorteile haben. Möglicherweise haben ihre Sprösslinge bessere Chancen, alt zu werden.

Dafür sprechen zumindest die Schutzkappen (Telomere) an den Enden ihrer Chromosomen. Studienergebnissen zufolge sind bei Kindern älterer Väter besonders lang. "Längere Telomere stehen im Allgemeinen im Zusammenhang mit einer besseren Gesundheit und einer höheren Lebenserwartung", berichtet Studienleiter Dan Eisenberg von der Northwestern University in einem Interview mit dem australischen Nachrichtensender ABC.

Langlebige Schutzhüllen

Der Grund: Lange Telomere sind auch besonders langlebig. Die Länge ist daher ein Indikator für das biologische Alter jeder Zelle. Mit jeder Zellteilung  verkürzen sich die Schutzkappen. Je älter ein Mensch, desto kürzer sind deshalb auch die Telomere. Sind sie irgendwann zu kurz, kann sich die Zelle nicht mehr teilen - der Anfang vom Ende. Mit langen Telomeren ausgestatteten  Zellen können sich folglich öfter vervielfältigen und länger leben.

Spermien sind in diesem Zusammenhang ein Sonderfall: Mit höherem Alter der Männer produzieren die Hoden offenbar Samenzellen mit immer längeren Telomere. Die längeren Schutzkappen werden bei der Befruchtung an das Kind weitergeben werden, fand das Team um Eisenberg. Die Forscher mutmaßen, dass sich die XXL-Telomere sich positiv auf die Gesundheit und die Lebenserwartung der Nachkommen auswirken könnten.

Auch die Großväter zählen

Für ihre Studie untersuchten die Forscher die Chromosomen von rund 2000 jungen Philippinen. Dabei zeigte sich, dass Teilnehmer mit älteren Vätern mit längeren Telomere ausgestattet waren. Mehr noch: Auch das Alter des Großvaters wirkte sich über zwei Generationen hinweg auf die Länge der Schutzkappen aus.

Eine generelle Empfehlung, erst spät Kinder zu zeugen, möchten die Wissenschaftler dann aber doch nicht aussprechen. Zum einen sei noch ungeklärt, ob längere Teleomere tatsächlich Gesundheit und Lebenserwartung beeinflusse. Hinzu kommt, dass  Studien gezeigt haben, dass eine späte Vaterschaft aus anderer Hinsicht problematisch sind. "Das kann darauf zurückzuführen sein, dass sich in den Spermien älter Männer Fehler in der DNA häufen." (cf)

"Delayed Paternal Age of Reproduction in Humans Is Associated With Longer Telomeres Across Two Generations of Descendants" will publish June 11 in the Proceedings of the National Academy of Sciences.

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7 Meinungen zu "Alter Papa, langes Leben"

  • strathmann
    Sonntag, 24.02.2013, 13:53 Uhr
    Das ist Unsinn. Aus meinem Umkreis kenne ich diverse "Nachzügler", die alle mit Webfehlern auf die Welt gekommen sind. Mein eigener Bruder (18 Jahre jünger) hatte mit 46 bereits zwei Schlaganfälle und das MIT SPORT und genug Bewegung an frischer Luft (Hauptmann d.R.)
  • smily59
    Donnerstag, 03.01.2013, 14:37 Uhr
    Wenn ja, warum nicht .... Was sollen solche sinnlosen Meldungen ???
  • EarlofHuntington
    Mittwoch, 13.06.2012, 08:32 Uhr
    Sowohl als auch und wenn nicht dann doch.
  • Silkchen
    Dienstag, 12.06.2012, 17:41 Uhr
    Und nu? Vielleicht sind Teleomere gut, vielleicht auch nicht. Also bleibt doch alles wie bisher und Meldungen wie diese sind eigentlich für den Müll.

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