Schwangerschaft: Schon wenig Alkohol schadet Fötus
Um das zu untersuchen, wählten Sarah Lewis und ihre Kollegen der Universitäten Bristol und Oxford einen ganz neuen Ansatz. Sie wollten gezielt den Einfluss von Alkohol betrachten - getrennt von anderen Faktoren wie Rauchen, Ernährung, Gesellschaftsschicht oder das Alter der werdenden Mutter. Dafür wählten sie gewisse Genregionen aus, die für die Verwertung von Alkohol zuständig sind. Mit einer neuen Technik können die Wissenschaftler sehen, wie sehr der Besitzer der Genregionen dem jeweiligen Einfluss ausgesetzt war.
Intelligenztest nach acht Jahren
Für ihre Studie befragten die Forscher über 4000 schwangere Frauen nach der 18. und der 32. Schwangerschaftswoche mithilfe eines Fragebogens nach ihren Trinkgewohnheiten. Dabei ging es vor allem um die durchschnittliche Trinkmenge und -häufigkeit. Ein Glas mit acht Gramm Alkohol war dabei als eine Alkoholeinheit definiert. Frauen, die von hohem Alkoholkonsum (über sechs Einheiten pro Woche) berichteten, wurden von der Studie ausgeschlossen - denn den Wissenschaftler ging es vor allem um die Ermittlung des Effekts von geringen Mengen Alkohol. Im Alter von acht Jahren wurden die Kinder dieser Frauen auf ihre Intelligenz hin getestet.
Kinder von trinkenden Frauen weniger schlau
"Unsere Ergebnisse besagen, dass sogar kleine Mengen an Alkohol, die bisher als harmlos angesehen wurden, sich in der Intelligenz der Kinder niederschlagen", sagt Lewis. Die Forscher fanden vier Genvarianten, die klar mit geringerer Intelligenz korrelierten - und nur bei Kindern von Frauen gefunden wurden, die moderat ein bis sechs Alkoholeinheiten pro Woche in der Schwangerschaft tranken.
Effekte des Alkohols oft "maskiert"
Damit sei die klare Verbindung zwischen Alkoholkonsum und den negativen Effekten für das Ungeborene gezogen. Vorangegangene Studien hatten besagt, dass geringe Mengen Alkohol dem ungeborenen Leben nicht schaden. Dies lässt sich laut der Forscher damit erklären, dass vor allem Frauen gehobener Schichten nicht abstinent sind in der Schwangerschaft. Diese haben eine besser Bildung, rauchen statistisch gesehen weniger und achten mehr auf die Ernährung. Alles Faktoren, die mit der Intelligenzentwicklung des Kindes in Verbindung gebracht werden. "Gleichzeitig maskiert die gesunde Lebensweise die negative Auswirkung des Alkohols", so die Wissenschaftler. (lh)
Quelle: Sarah J. Lewi et al. Fetal Alcohol Exposure and IQ at Age 8: Evidence from a Population-Based Birth-Cohort Study. PLoS ONE, 2012; 7 (11): e49407 DOI: 10.1371/journal.pone.0049407
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239 Meinungen zu "Wie viel Alkohol darf sein?"
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lelolei
Mittwoch, 28.11.2012, 13:46 Uhr @ quichotte "Eine Schwangere, die mir sagt, daß sie sich das Rauchen und Saufen nicht verbieten lässt, beweist mir damit eindeutig, daß sie die Verantwortung, die an einem Kind hängt nicht verstanden hat. Anders gesagt: Wenn man der werdenden Mutter schon nicht das Saufen abgewöhnen kann, wie soll es dann mit den vielen anderen Dingen weitergehen ?" ----- Meine volle Zustimmung! -
tinschen1987
Donnerstag, 22.11.2012, 14:00 Uhr Wenn auch nur der geringste Verdacht besteht, dass etwas dem Kind während der Schwangerschaft schaden könnte, sollte man es sein lassen. Es geht schließlich in diesem Fall um das noch ungeborene Kind, und grade in der Schwangerschaft liegt das Wohlergehen bei der Mutter. Also sollte man weder aktiv noch passiv rauchen, und mal ganz ehrlich, wenn man nicht grade ein Alkoholproblem hat ist es doch wohl kein Problem für die "paar" Monate aufzuhören. Dann trinkt man an Silvester einfach ein Glas Orangensaft oder man nimmt alkoholfreien Sekt, wenn es denn unbedingt danach schmecken soll. -
talunga
Mittwoch, 21.11.2012, 12:10 Uhr @Tidoarthur: es kann auch mehr passieren wie nur "etwas geringere intelligenz". kommt auf die menge und stärke des alks an. es ist etwas anderes wenn man mal zu einem bestimmten tag 1 glas leichten alkohol trinkt wie sekt, wein, bier. oder wenn man sich regelrecht immer mal wieder mit harten sachen zudröhnt, dabei noch raucht oder kifft. sieht man insbesondere bei jüngeren schwangeren, die sich so was nicht verbieten lassen wollen während der SS und meinen: ach das macht alles nichts oder ist mir egal. ich mach was ich will. das ist das, was quichotte und ich meinen. -
Tidoartur
Mittwoch, 21.11.2012, 11:23 Uhr Diese Frage müssen sich schwangere Frauen stellen: Nehme ich die etwas schlechteren Lebenschanchen meines Kindes, die durch etwas geringere Intelligenz negativ beeinflusst werden in Kauf, für meinen Alkoholgenuß in der Schwangerschaft. -
talunga
Mittwoch, 21.11.2012, 07:36 Uhr @carranzote: aber nicht während der schwangerschaft! da ist ein tägliches glas nicht gesund. und ich bin kein antialki nur weil ich kaum alk trinke. ich hab schlichtweg einfach nicht das bedürfnis nach alk. höchstens mal ein glas wein zum essen. aber auf das verzichte ich, solange ich schwanger bin... -
WorldRealization
Dienstag, 20.11.2012, 17:41 Uhr Bier ist Gesund da es den Körper bewässert und wegen der Bierhefe, ja das stimmt: Es gibt jedoch noch was gesünderes: Biertreiber und Bierhefe als Reinprodukt ist 100 mal besser als Bier. Wein ist gut für die Gefäße und für das Herz, ja das stimmt: Oder Traubensaft trinken, ist noch viel besser als Wein! Mehr Sekundäre Pflanzenstoffe. Die viel Gesünderen Alterantiven Bierhefe und Traubensaft haben noch einen Vorteil. Kein Nerven und Zellengift Alkohol. Das im medizinschen bereich einsatz findet zu Desinfizieren, da es die Eigenschaft besitzt unspezieifsch an Rezeptoren zu binden, und die Zellmembranen aufzulösen. Alkohol ist einfach Ungesund, vergliechen mit den verbotenen Drogen, ist es nach Neutraler Wissenschaftlicher Untersuchung mit Harten Drogen gleichzusetzen. Natürlich schreit hier die mehrheit der Bevölkerung auf, da sie die Droge selber konsumieren und verteidigen. Guten Durst! :)
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