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08.06.2011, 11:23 Uhr

Hygiene und viel trinken helfen gegen Mundgeruch

Berlin (dpa/tmn) - Schlechter Atem ist unangenehm. Er kann viele Ursachen haben. Grundsätzlich ist eine gute Mundhygiene Pflicht. Aber auch viel zu trinken, hilft.

Schlechter Atem entsteht meist, wenn Bakterien Speisereste im Mund zu schwefelhaltigen oder anderen flüchtigen Verbindungen zersetzen. Das kommt vor als Folge von Fäulnisprozessen, Entzündungen oder Eiterungen. "Wer unter Mundgeruch leidet, sollte viel Wasser trinken, denn auch ein trockener Mund kann eine Ursache für Mundgeruch sein", rät Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer in Berlin. Davon sind besonders Ältere oder Schnarcher betroffen. Auch Stress, zu viel Alkohol oder verschiedene Medikamente wie Antidepressiva können zu einem verminderten Speichelfluss führen.

Nicht immer reichen Zahnbürste und -seide gegen Mundgeruch aus. Nahrungsreste in Zahnfleischtaschen, Zahnzwischenräumen oder dem hinteren Zungenbereich werden damit nicht entfernt. Für eine sorgfältige Zahnpflege bieten sich daher auch Mundspüllösungen an. Diese können die mechanische Zahnreinigung allerdings nur ergänzen, aber nicht ersetzen.

Antimikrobielle Mundspüllösungen lindern Entzündungen im Mund, können die Wundheilung fördern und so gegen Mundgeruch helfen. Sie enthalten unter anderem synthetische Wirkstoffe oder Pflanzenauszüge aus Salbei oder Myrrhe. Gurgellösungen mit Chlorhexidin können Zähne, Zahnspangen und -prothesen verfärben. Um diese Einfärbung zu verhindern, sollte man sich vor der Anwendung von Mundspüllösungen die Zähne putzen und Spangen und Prothesen entfernen. "Auch wenn die Spüllösungen nicht gut schmecken: nicht sofort danach etwas trinken oder essen, dann können die Arzneistoffe länger einwirken", rät Fink.

Wenn der Mundgeruch durch gründliche Mundhygiene und viel Wasser trinken nicht verschwindet, sollten sich Betroffene medizinisch untersuchen lassen. Wenn die Quelle des Mundgeruchs nicht im Mund-Rachen-Raum liegt, kann der Arzt nach anderen Ursachen suchen, etwa Ausstülpungen der Speiseröhre, Magenerkrankungen oder Diabetes. Raucher haben oft einen schlechten Atem, weil sich schwefelhaltige Bestandteile des Rauchs in den Atemwegen ablagern.

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