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20.12.2011, 12:27 Uhr

Stift nach 25 Jahren aus Magen entfernt - und schreibt noch

(sist/rh) - Eine 76-jährige Patientin sorgt bei Ärzten in Großbritannien gleich für mehrere Überraschungen: Bei einer Routineuntersuchung finden sie einen Filzstift, der sich seit 25 Jahren im Magen der Frau befindet. Nachdem die Mediziner ihn durch eine OP ans Tageslicht beförderten, erwartet sie die zweite Sensation: Der Filzstift schreibt noch.

Als die Seniorin, über die das "British Medical Journal" (BMJ) berichtet, wegen Gewichtsverlust und Durchfall zum Arzt geht, dürfte keiner der Beteiligten ahnen, dass ihr Fall noch für Aufsehen in der Medizinwelt sorgen wird. Um der Ursache der Beschwerden auf den Grund zu gehen, führt der behandelnde Arzt eine Darmspiegelung und danach eine Computertomografie des Magens durch.

Er staunt wohl nicht schlecht, als er einen langen, dünnen Fremdkörper im Magen der Patientin entdeckt. Als der Arzt die Frau auf den seltsamen Fund hinweist, erinnert diese sich plötzlich an einen Vorfall, der sich 25 Jahre zuvor ereignet hat: Sie habe damals gerade ihre Mandeln mit einem Stift untersucht, als sie ausgerutscht sei und den Filzstift aus Versehen verschluckt habe.

Damit hört die Sensation nicht auf: Obwohl das spitze Objekt schwere Verletzungen der Magenwand verursachen hätte können, ist diese unbeschadet. Mediziner verschiedener Fachrichtungen beraten über den Fall. Zwar werden die Symptome, wegen derer die Patientin ursprünglich den Arzt aufsuchte, nicht mit dem Fremdkörper in Verbindung gebracht. Daher wäre es auch denkbar, den Filzstift im Magen zu belassen. Doch die Ärzte entscheiden sich trotzdem, ihn durch eine Endoskopie zu entfernen. Die Operation verläuft erfolgreich – und sogar der Stift bleibt heil: Nach 25 Jahren in einem menschlichen Magen schreibt er immer noch.

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  • bratensaftgestank
    Mittwoch, 21.12.2011, 11:23 Uhr
    @ XieBao Ihr Eintrag von 08:47 ... ich mußte schmunzeln . Wer ein ganzen Leben auf der falschen Seite Auto fährt und Fleisch mit Pfefferminz- soße isst , würde es da einen wundern wenn die die Zähne mit der Bohrmaschine selbst behandeln ? Mich wundert das der Stift noch zu gebrauchen war . Vermutlich ein deutsches Produkt ;-)
  • Sylverblack
    Mittwoch, 21.12.2011, 10:34 Uhr
    Immerhin muss der Stift von hoher Qualität gewesen sein (also abgesehen davon, dass er noch schreibt). Die Magensäure hat das anscheinend hochwertige Plastik nicht aufgelöst, andernfalls wäre das der Patienten wohl auch schon sehr viel früher aufgefallen sein.
  • soseies
    Mittwoch, 21.12.2011, 09:04 Uhr
    Was sind 25 Jahre mit nem Stift im Magen, wir Deutschen hatten 18 Jahre Kohl ....der war mindestens genauso schwer verdaulich gewesen und wir kauen immer noch dran.
  • XieBao
    Mittwoch, 21.12.2011, 08:47 Uhr
    Ich habe mal gelesen, daß sich die Englände, wegen der hohen Zahnarztkosten, die Zähne mit der Bohrmaschine selbst behandeln. Ich kann mir nicht vorstellen wie das gehen soll, aber wenn es stimmt, dann ist die Mandel-Filzstift-Geschichte auch möglich.
  • Melo77
    Mittwoch, 21.12.2011, 08:30 Uhr
    "Sie habe damals gerade ihre Mandeln mit einem Stift untersucht, als sie ausgerutscht sei und den Filzstift aus Versehen verschluckt habe." Ja, na klaaaaaar, ich schlucke auch ständig versehentlich Stifte, Wäscheklammern und Häuser.

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