Bei Diabetes wenig Lebensmittel mit Stevia essen
Stevia ist ein seit Dezember in der Europäischen Union als "Lebensmittelzusatzstoff E 960" zugelassenes Süßungsmittel. Es gilt als kalorienfrei und gelangt nach dem Verzehr nicht in den Blutkreislauf. Allerdings könne es leicht zu einer Überdosierung mit unklaren Folgen kommen, warnen die Organisation diabetesDE und der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD).
Sie empfehlen in einer gemeinsamen Stellungnahme Diabetikern daher nur bedingt den Verzehr zum Beispiel von Speiseeis, Konfitüren oder Knabbereien, die mit Stevia gesüßt sind. Wie auch bei Produkten mit herkömmlichen Zucker oder Süßstoffen dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass solche Lebensmittel unbedenklich sind, weil sie sich vermeintlich nicht auf den Blutzuckerspiegel oder das Gewicht auswirken.
Betroffene sollten den Experten zufolge Kuchen und andere Nahrungsmittel mit "ungünstigen Nährwertprofilen" grundsätzlich nur in geringen Mengen essen - egal, welcher Süßstoff enthalten ist. Die umgangssprachlich Stevia genannten Steviolglycoside haben eine 200- bis 300-fache höhere Süßkraft als Zucker. Als unbedenklich gilt ein Verzehr von vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.
6 Meinungen zu "Diabetes: Vorsicht mit Stevia"
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querulant55
Freitag, 13.04.2012, 07:39 Uhr Da sehen wohl einige Hersteller von Süßstoffen wie Aspartam etc. ihre Felle davonschwimmen . Ich bin Diabetiker Typ II und verwende Stevia seit drei Jahren . Seitdem habe ich meine Blutzuckerwerte und meine Medikamentendosis erheblich senken können . Allerdings verwende ich keine Tabs , sondern reines Stevia-Extrakt . -
Nettel1966
Donnerstag, 12.04.2012, 15:51 Uhr Die Warnung der Verbände kann ich nicht nachvollziehen, durch die Verwendung von Stevia kann Insulin gespart werden. Da die Insulindosis selbst berechnet werden muß, je nach dem was gegessen oder welcher Belastung man sich aussetzte kann es hier keine Probleme geben. (Typ 1 Kinderdiabetis) Meine Erfahrungen mit Typ 2 Diabetiker ist, einfach weniger Essen, das Leben hat auch andere schöne Seiten! (Altersdiabetis) -
Carinja
Donnerstag, 12.04.2012, 14:47 Uhr Ohne jetzt in die Warnungen einstimmen zu wollen - probieren geht über studieren. Vor allen Dingen schmeckt Stevia stark nach Lakriz. Und die angepriesene hohe Süßkraft wird offenbar längst nicht von allen Menschen geschmeckt - von mir z.B. nicht. Ich habe dann mal die Kundenrezensionen bei Amazon zu Stevia studiert - es gibt außer mir noch mehr Menschen, die Stevia schlichtweg nicht süß finden - vom Lakrizgeschmack mal abgesehen. Ich mag keinen Tee mit Lakrizgeschmack, und auch Lakrizpudding oder Lakrizkaffee finde ich nicht so prickelnd. Das ganze Steviagetue ist mal wieder nichts anderes als heiße Luft - übrigens! Nicht überall, wo Stevia drauf steht, ist auch Stevia in nennenswerten Anteilen drin. Erst mal bestehen beispielsweise die Stevia-Tabs überwiegend aus Natron. Es gibt aber auch Mischungen mit Xylitol oder Erythrit - das vertragen längst nicht alle Menschen - ich zum Beispiel überhaupt nicht. -
Nukem64
Freitag, 10.02.2012, 12:19 Uhr @MedBeratung: Quatsch, künstlich... Nur weil etwas mit "chemischen Vorgängen extrahiert" oder bearbeitet wird, kann man es noch nicht künstlich nennen. Schon beim Kochen oder einlegen in z.B. Salz gehen in den Nahrungsmitteln chemische Prozesse vor. Ist gebratenes Fleisch oder sind gekochte Kartoffeln deshalb künstlich? Und was ist mit unserem hellen Zucker? Der sieht vor der chemischen Behandlung auch ganz anders aus. Der ist dann also auch künstlich? -
MedBeratung
Freitag, 27.01.2012, 16:13 Uhr Grundsätzlich ist "Stevioglycosid" ein künstlich hergestelltes Produkt. Das heißt es ist nicht besser als andere Süßstoffe. Es hat zwar keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel - aber von Natur PUR ist keine Rede - in Südamerika werden wirklich die Blätter der Pflanze verwendet, aber bei uns wird ein Extrakt aus den Blättern mittels chemischen Vorgängen extrahiert. Also wenn man Stevia probieren möchte ist es noch immer günstiger man besorgt sich die Pflanze - zupft die Blätter ab - lässt sie trockenen - und verwendet sie dann z.B. zum Süßen von Tee´s und Co. Beim Backen gestalltet sich die Sache schon etwas schwieriger - hier ist es für Diabetiker günstiger - beim den Zutaten für den Kuchen - mehr Vollkornmehl zu verwenden, den Zucker vom Rezept auf 25% der gesamt Masse zu reduzieren und statt dessen etwas Joghurt usw. zu nehmen. -
incidentally
Freitag, 20.01.2012, 17:50 Uhr Das ist ein Artikel, der so unkommentiert nicht stehen bleiben darf. Stevia ist ein Süßungsmittel, das aus dem Rahmen fällt! Es ist keine Zuckerart, aber auch kein künstlicher Süßstoff, sondern eine in Südamerika seit Jahrhunderten bekannte Süßpflanze, die auch als Tee genossen wird. Also scheiden sowohl die diabetische Kausalkette als auch die Irritationen durch chemische Süßungs"keulen" aus. Stevia erhöht NICHT den Blutzuckerspiegel! Es ist insulinneutral und gerade für deshalb für Diabetiker geeignet. Gut, daß es heutzutage bereits so viel Literatur dazu gibt - Diabetiker brauchen sich durch wissenschaftlich getarnte "Sprachrohre", die wo möglich im Auftrag derer "forschen", die durch diesen Stoff finanzielle Einbußen befürchten, nicht mehr ins Bockshorn jagen zu lassen. Zum Beispiel hier: http://stevia-gesund.de/stevia-bei-diabetes-ubergewicht-und-bluthochdruck/
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