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20.01.2012, 16:25 Uhr

Experte zu Klimawandel: Allergiker leiden länger

Göttingen (dpa) - Laufende Nasen und juckende Augen: Der warme Winter macht Allergikern zu schaffen. Sie leiden Experten zufolge zunehmend länger. Grund: die frühe Blüte von Bäumen.

Der Klimawandel wird für Allergiker immer mehr zum Problem. Wegen des fehlenden Frostes im Winter reifen Bäume und Sträucher eher als sonst. "Patienten mit Pollenallergien leiden deshalb zunehmend länger unter Heuschnupfen", sagte der Allergiespezialist Prof. Thomas Fuchs von der Göttinger Universitätsmedizin. Nach Schätzungen leiden in Deutschland mehr als zehn Millionen Menschen unter einer Pollenallergie.

"In diesem Jahr haben wegen des warmen Winters vielerorts die Haselsträucher Wochen früher zu blühen begonnen als sonst." Die Folge seien laufende Nasen und juckende Augen zu einer Zeit, in der die Patienten sonst von Beschwerden verschont bleiben, sagte Fuchs vor Beginn der von ihm geleiteten 15. allergologischen Wintertagung (21./22. Januar).

"Vielen Pollenallergikern geht es derzeit schlecht", sagte Fuchs. Betroffen seien vor allem Patienten im Südwesten Deutschlands und am Rhein. Aber auch in den übrigen Landesteilen wirke sich der warme Winter negativ auf die Patienten aus. Auch nach der Blüte der Haselsträucher habe die Tortur für die Betroffenen kein Ende. "Es folgen die Blüte von Erlen und Birken."

Viel zu wenig beachtet werde, dass etwa 50 Prozent der Patienten mit Pollenallergie auch unter einer Nahrungsmittelallergie leide, sagte der Experte. "Sie reagieren auf Kernobst, auf Steinobst, aber auch auf Nüsse, besonders auf Haselnüsse."

Derartige Allergien solle man nicht auf die leichte Schulter nehmen. "Betroffene sollten Spezialisten zurate ziehen", riet Fuchs. Es gebe mittlerweile für fast alle Patienten wirksame Therapien. "Man muss eine Allergie nicht schicksalhaft hinnehmen."

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5 Meinungen zu "Klimawandel trifft Allergiker"

  • Mike600
    Samstag, 21.01.2012, 12:23 Uhr
    Wir leben im Mißinvormations-Zeitalter. Was bei Einführung der EDV von den (gleichgeschalteten) Medien als der Sprung in das Informations-Zeitalter geprießen wurde, war nichs anderes, als die Verdummung der Massen durch erheblich verfeinerte Maßnahmen. Ich bin auch Allergiker: Mir macht die mediale Verar...ung zu schaffen. Daher höre ich kein Radio und sehe kein Fernsehen mehr. Ds Einzige, was ich noch an "Information" mitbekomme, sind die "Highlights" durch GMX (*kotz-brech*).
  • schneekoenig
    Samstag, 21.01.2012, 09:46 Uhr
    Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir "Rekordwinter", dieses Jahr haben wir wieder Klimawandel. Da weiß wohl jemand genau Bescheid. Gut, dass am 21.12. die Welt unter geht- sind die Probleme gelöst. *Ironie*
  • viatore
    Samstag, 21.01.2012, 09:24 Uhr
    Allergiker tun mir wegen dieser Beeinträchtigung schon leid. Aber müssen das die von der dpa aus den dunkelsten Ecken hervorgeholten "Experten" wieder mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden? Diese Verunglimpfung eines der natürlichsten Vorgänge (Klimawandel) seit Bestehen unseres Planeten ist nur noch beschämenswert. Dazu passt eigentlich nur noch die alte Bauernweisheit „Lerne Klagen ohne zu leiden“.
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