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23.01.2012, 18:10 Uhr

Erste deutsche Klage wegen Skandal-Brustimplantaten

Im Skandal um womöglich gesundheitsgefährdende Brustimplantate aus Frankreich ist zum ersten Mal in Deutschland eine Klage eingereicht worden. Die Klägerin verlangt nach der vor dem Landgericht Karlsruhe eingereichten Klage insgesamt 100.000 Euro an Schmerzensgeld und für etwaige Zukunftsschäden durch das für die Implantate genutzte Billig-Silikon. Die Klage richtet sich gegen die behandelnden Ärzte der Frau, gegen den TÜV Rheinland und den Chemikalienhändler Brenntag.

Im Dezember war bekannt geworden, dass die französische Firma PIP für ihre Brustimplantate ein nicht für die Behandlung von Menschen geeignetes Billig-Silikongel verwandt hat. Mittlerweile empfehlen mehrere Länder, diese Silikonkissen wegen gesundheitlicher Risiken entfernen zulassen. Allein in Deutschland gehen Experten davon aus, dass bis zu 10.000 Frauen betroffen sein könnten.

Die Münchner Anwaltskanzlei Zierhut & Graf, die die Karlsruher Klage auf den Weg gebracht hat, vertritt nach eigenen Angaben gut 20 Frauen bei der Forderung nach einer Entschädigung. Die Forderungen richten sich nicht gegen PIP, weil das Unternehmen insolvent ist.

Den Ärzten werfen die Anwälte vor, die Patientinnen nicht ausreichend über die Risiken der Implantate aufgeklärt zu haben. Dem TÜV legen sie zur Last, bei der Zertifizierung der Implantate in Deutschland die Sorgfaltspflicht verletzt zu haben. Und dem Chemikalienhändler Brenntag werfen sie vor, das Industrie-Silikon an PIP geliefert zu haben, obwohl dem Unternehmen klar gewesen sei, dass PIP Medizinprodukte für Menschen herstellt.

© AFP

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  • rubin
    Dienstag, 24.01.2012, 14:45 Uhr
    @WellyComplex Nachvollziehbare Gründe ? Silikone-Implantate sind nach einer Brustkrebserkrankung so gesund.
  • rubin
    Dienstag, 24.01.2012, 14:45 Uhr
    @WellyComplex Nachvollziehbare Gründe ? Silikone-Implantate sind nach einer Brustkrebserkrankung so gesund.
  • WellyComplex
    Dienstag, 24.01.2012, 14:21 Uhr
    bei der Diskussion um Brustimplantate sollte nicht vergessen werden, dass es auch nachvollziehbare Gründe für ein Implantat gibt, nämlich eine fehlende Brust nach einer Brustkrebserkrankung.
  • rubin
    Dienstag, 24.01.2012, 14:13 Uhr
    - Künstliche Silikon-Brüste sind immer ein Risiko und alles andere als gesundheitsfördernd: Jeder, der sich so etwas implantieren lässt, hat etliche Risiken, wie z.B. OP-Risiko, Allergie- Risiko, Unfall-Risiko beim Sturz etc. pp. Die Hupen-Kläger sollten sich einmal informieren wie die Schadensersatzforderungen im medizinischen Bereich so liegen - z.B. bei Ärztepfusch bei sogar medizinisch notwendigen Operationen. In der BRD sind solche Schadensersätze verschwindend gering. In den PIP-Klagen tippe ich, dass die Anwälte die Schadensersatzwerte schön hochgedrückt haben, verdienen diese in Relation zum Streitwert...
  • FrauFerkel
    Dienstag, 24.01.2012, 13:39 Uhr
    Die sollte den lieben Gott verklagen, weil er ihr eindeutig zu wenig Hirn mitgegeben hat, oder warum legt frau sich sonst freiwillig und unnötig unters Messer und läßt sich künstliche Bauteile einsetzen? Ein Glück, daß Klagen gegen Ärzte und TÜV erfolglos bleiben ......
  • EkaBismut
    Dienstag, 24.01.2012, 13:05 Uhr
    So ein Quatsch. Wenn ein Medikament eine nicht deklarierte Nebenwirkung hat, von der das entsprechende Pharmaunternehmen wusste, verklage ich doch auch nicht die Apotheke. Was soll es bringen, den Arzt zu verklagen? Er hat ein Silikonimplantat mit TÜV-Zertifizierung gekauft, da kann er doch nicht wissen, dass der Hersteller betrogen hat.
  • Weissbier1961
    Dienstag, 24.01.2012, 12:47 Uhr
    Die Klage ist 100% korrekt. Wenn Sie in die Werkstatt kommen und eine nicht notwendige Änderung an ihrem Aute beantrage, dann macht es die Werkstatt auch und übernimmt somit die verantwortung für die Verbaute Teile. Gegenüber dem kunde Haftet die Werkstatt, gegenüber Werkstatt der Hersteller. Alle Frauen bekommen vor Gericht recht.

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