Organspende: Wer darf, wer nicht?
Fast alle Menschen dürfen spenden. Nur Patienten mit bestimmten schweren Erkrankungen scheiden als Organspender aus. Das seien Menschen mit HIV, ansteckender Tuberkulose, nicht behandelbaren Infektionen wie Tollwut oder Creutzfeldt-Jakob-Krankheit sowie bösartigen Tumoren, erläutert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln. Auch Menschen mit einer Blutvergiftung und nachgewiesen multiresistenten Keimen im Blut könnten nicht berücksichtigt werden.
Bei vielen Krankheitsbildern müsse der Arzt aber im Einzelfall entscheiden, betont eine Sprecherin der BZgA. "Zum Beispiel ist normalerweise Hepatitis ausgeschlossen, aber wenn Spender und Empfänger beide Hepatitis haben und die Spenderleber gesund ist, könnte die Organspende möglich sein."
Die BZgA weist darauf hin, dass bereits Minderjährige ab ihrem 16. Geburtstag spenden dürfen. Ab dem 14. Geburtstag können sie einer Organ- und Gewebeentnahme widersprechen. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. Entscheidend ist laut BZgA der Zustand der Organe. Ihre Bereitschaft können Patienten am deutlichsten mittels eines Organspendeausweises bekunden. Er sei aber keine Pflicht, heißt es bei der Bundeszentrale.
Mehr Informationen zur Organspende gibt es bei der BZgA und auch der Spendenausweis ist im Netz herunterladbar.
13 Meinungen zu "Wer darf, wer nicht?"
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prinzipienlos
Dienstag, 07.08.2012, 14:16 Uhr Es wäre doch weiter nichts wie gerecht wenn nach der Organentnahme, nach dem Tod, zur Rettung von Menschenleben, die Bestattungskosten durch die Nutznießer oder zumindest durch die Krankenkassen verpflichtend übernommen werden. Würde sicherlich zur Erhöhung der Anzahl der Organ-spenden-willigen beitragen, zumal sich viele eine würdige Beerdigung kaum noch leisten können. -
Grieko
Dienstag, 07.08.2012, 12:43 Uhr Die haben vergessen einige Leute zu erwähnen, die gemäß dem Bundestransufsionsgesetz ebenfalls nicht spenden dürfen: Bisexuelle und homosexuelle Männer dürfen weder Organge noch Knochmark oder Blut spenden (für Frauen gilt das nicht). Da ich hierunter falle ist es mir gesetzlich untersagt zu spenden, meinen Organspendeausweise habe ich deshalb zerissen. Und wenn ich jetzt mitbekomme weas da abgeht, dann habe ich auch keien Lust mich ausschlachten zu lassen nur damit so ein Weißkittel sich daran bereichern kann. -
janne0904
Freitag, 27.07.2012, 11:43 Uhr Ich finde es wichtig, sich mit dem Thema der Organspende auseinander zu setzen. Auch ich trage einen Organspendeausweis bei mir. Wie ein Vorredner sagte: Was will ich mit meinen Organen, wenn ich tot bin? Wenn meine Organe intakt sind und ich schon tot bin, kann man auch so noch Leben retten!!! -
Maximum
Donnerstag, 26.07.2012, 15:12 Uhr @Eva80 Wenn ich die Macht dazu hätte, würde ich jeden zur Organspende verpflichten. Basta! Diese Ansicht finde ich geradezu faschistoid. Ich bestehe darauf, dass mein Körper mir gehört und ich allein habe zu entscheiden, ob ich Teile davon hergebe. Ob vor oder nach meinem Tod. Ich habe es bei meinem Vater erlebt, den man sterben hat lassen um an seine Organe zu kommen. Nur zugegeben hat man es natürlich nicht. -
Eva80
Donnerstag, 26.07.2012, 13:58 Uhr @dolberg12: wenn zu viele Menschen dieselbe Angst haben wie du und sich deswegen entschließen, ihre Organe nicht zu spenden, DANN würde diese Angst gerechtfertigt! Ich denke auch nicht, dass man mit 14 bzw. 16 noch zu jung ist, das zu entscheiden. Wäre es dir lieber, wenn in dem Alter noch die Eltern entscheiden? Schließlich ist man mit 14 auch berechtigt, seine Religion zu wählen. Wenn ich die Macht dazu hätte, würde ich jeden zur Organspende verpflichten. Basta! -
justamoment
Montag, 28.05.2012, 13:16 Uhr Ganz ehrlich - wenn tot dann tot. Da ist es mir doch scheißegal, was mit meinen sterblichen Überresten passiert. Von mir aus machen Sie Hundefutter oder Streuasche für den Winter aus mir. Das einzige was zählt ist doch meine Seele und die ist dann eh weg. Und wenn ich dann noch jemanden helfen kann, umso besser. Ich hab seit über zwanzig Jahren einen Organspendeausweis und wenn den jeder, bzw. viele hätten, wären auch die Sorgen bezüglich "sterben lassen" etc. alle vom Tisch - denn dann hätten wir Organe im Überfluss und man könnte sich sogar noch das passendste aussuchen. Also weg mit dem Totenkult und dem kostenlosen Wurmfutter. -
Mahmi
Montag, 28.05.2012, 12:02 Uhr Folgender Gedankengang: Wenn meinen Kindern etwas zustösst und sie durch eine Organspende gerettet werden könnten,dann lehne ich doch das gespendete Organ nicht ab. Sollte ich nicht im umgekehrten Fall selbst spenden bzw. die Organe meiner Kinder freigeben,um anderen Kindern ein Weiterleben zu ermöglichen? Ich jedenfalls bin schon lange Organspender und ich habe auch mit meinen Kindern darüber gesprochen,als sie noch Jugendliche waren.Ich bin der Meinung,es gehört doch zum Leben dazu,das Sterben....
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