Neue Formel erlaubt Fettleibigkeits-Prognose bei Neugeborenen
Fettleibigkeit kann zu Krankheiten wie Diabetes und Herzerkrankungen führen. Viele Wissenschaftler sind der Ansicht, dass ein frühes Vorgehen gegen starkes Übergewicht von entscheidender Bedeutung ist. Sie sehen die Gefahr für den Menschen, an Adipositas (Fettleibigkeit) zu erkranken, in den ersten fünf Lebensjahren am größten. Nun präsentiert ein internationales Forscherteam eine Formel, mit der schon nach der Geburt ausgerechnet werden kann, ob das Baby in seiner Kindheit fettleibig sein wird.
Die Forscher entwickelten die Formel im Rahmen einer Studie mit über 4.032 Teilnehmern, die 1986 in Finnland geboren wurden. Sie fanden dabei heraus, dass die Angabe von fünf Risikofaktoren genügen, um vorauszusagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit das Baby an Fettleibigkeit erkranken wird. Demnach kommt es vor allem auf folgende Faktoren an:
- Body Mass Index (BMI) der Eltern
- Gewicht des Neugeborenen
- Anzahl der Personen, die im Haushalt des Kindes leben
- Beruf der Mutter
- Tatsache, ob die Mutter während der Schwangerschaft rauchte.
Da Adipositas nicht nur genetisch bedingt ist, kann jeder selbst etwas tun, um nicht übergewichtig zu werden. Das bestätigt der Autor der Studie, Philippe Froguel von der Fakultät für Gesundheit der englischen Universität Imperial College London gegenüber dem amerikanischen Nachrichtenportal "time.com". Dank der Formel sei eine Prävention von Anfang an möglich. Dies sei auch sinnvoll, denn ein Eingreifen sei "jedes Jahr nach dem 5. Lebensjahr zu spät", warnte der Wissenschaftler.
Oft gehen auch falsche Verhaltensweisen der Eltern mit starkem Übergewicht des Kindes einher. Froguel erklärt: "Es fehlt an Bildung. Eltern denken vielleicht, dass ein Kind nur dann aufhört zu schreien, wenn man ihm essen gibt, aber wenn man das immer wieder tut, könnte das Kind übergewichtig werden."
Wie zuverlässig sagt die Formel Fettleibigkeit voraus?
In zwei weiteren Studien mit 1.503 Teilnehmern in Italien und 1.302 in den USA überprüften die Wissenschaftler, ob die Formel zuverlässig voraussagen kann, welche Babys einmal fettleibig sein werden. Und tatsächlich: Bei 75 % der Kinder trat die vorausgesagte Fettleibigkeit ein.
81 Meinungen zu "Die Fettleibigkeits-Formel"
-
CertoAmoLaMiaVita
Donnerstag, 06.12.2012, 17:32 Uhr @Wahlviech: "Kinder alleinerziehender Mütter haben meist gute Aussichten, ebenfalls übergewichtig zu werden. Erziehungsstress macht nicht nur manche Mütter träge." ___________ Was natürlich jeglicher Grundlage entbehrt. -
talunga
Donnerstag, 06.12.2012, 15:30 Uhr ich finde dieses "in-die-schublade-stecken" hier sehr unschön -
Wahlviech
Donnerstag, 06.12.2012, 14:19 Uhr Kinder alleinerziehender Mütter haben meist gute Aussichten, ebenfalls übergewichtig zu werden. Erziehungsstress macht nicht nur manche Mütter träge. -
Numen
Mittwoch, 05.12.2012, 12:35 Uhr 127Kg (1.88m) > 110Kg, in 10 Monaten, alle macht dem Sport. ^^ -
Gray88
Mittwoch, 05.12.2012, 11:44 Uhr Das kann ich auch, wenn die Eltern nämlich schon dick sind, dann wird das Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dick... Das sieht man doch andauernd, kommt vor allem daher, dass die Eltern den Kindern die gleiche Menge zu Essen geben, wie sie selber essen und dann gehen die Kinder natürlich auseinander!! Das muss so nicht sein, aber ich habe es einfach schon zu häufig gesehen! -
saebelzahntiger
Mittwoch, 05.12.2012, 09:21 Uhr Vielleicht sollte man einmal erwähnen, dass in den U-Heften für Kinder die BMI-Grenzwerte für die einzelnen Gewichtsklassen vor einigen Jahren herabgesetzt wurden. Eins von vielen vielen Problemen, die der "Body-Mass-Index" mit sich bringt... Zum einen wurden die Grenzen für die einzelnen Klassifizierungen (Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht, Adipositas) sehr willkürlich gesetzt. Bei der Ermittlung kamen - man kann es in jedem halbwegs wissenschaftlichen Werk nachlesen - sehr ungerade Zahlen heraus. Was haben die Wissenschaftler also gemacht: die Grenzwerte gerundet, und zwar abgerundet. Der BMI vergleicht das Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße. Aber er berücksichtigt NICHT den Anteil von Körperfett und Muskeln. Ich bin 1,77 m groß, wiege 82 Kilo - und trage Konfektionsgröße 38. Laut BMI bin ich übergewichtig, sehe aber nicht ansatzweise so aus. Warum? Ganz einfach: bedingt durch die Tatsache, dass ich wegen des Sports, den ich mache (radfahren, schwimmen, Squash, ...) habe ich viele Muskeln. Das spezifische Gewicht von Muskeln ist höher als das von Körperfett. Genau deswegen haben die meisten Hochleistungssportler (Ausdauersportler ausgenommen) auch "Übergewicht". Mein Kind hat laut Untersuchungsheft Übergewicht, fast schon an der Grenze zum starken Übergewicht. Nur: sie ist schlank und rank, hat eben lediglich - genau wie ihre Mama - viele Muskeln ausgebildet durch ihre Rumrennerei bei Wind und Wetter. Ihre Kindergartenfreundin ist laut Untersuchungsheft normalgewichtig. Wer dieses Kind aber mal gesehen hat, bekommt es mit der Angst zu tun, ob sie nicht kurz vor dem Hungertod steht. Die Kleine ist 4 Jahre alt, und hat einen Oberarm(!)umfang von gerade einmal 12 cm. Guckt euch das mal an einem Maßband an... Will sagen: lasst den Sch...ß BMI, wo er hingehört. Dahin, wo der Pfeffer wächst. Natürlich gibt es Kinder, die zu dick sind. Aber sie werden nicht mehr, jedenfalls nicht in Wirklichkeit. Man muss nur diejenigen fragen, die tatsächlich halbwegs unvoreingenommen täglich mit Kindern zu tun haben: Lehrer und Erzieher. Aus irgendwelchen, nicht nachvollziehbaren Gründen wurden die BMI-Werte für Kinder massiv runtergesetzt. Heute gilt mein Kind als überwichtig - vor knapp 7 Jahren wäre sie noch im unteren Normalbereich des Gewichtes gewesen. Wir haben zum Vergleich die U-Hefte meiner 10 und 8 Jahre alten Neffen zum Vergleich herangezogen.
- Laktase
- Sodbrennen
- Zahnreinigung
- PKV
- Pilates
- Versandapotheke
zu Gesundheit









































