Nach Ende der Praxisgebühr: Überweisungen weiterhin sinnvoll
Auch nach dem Wegfall der Praxisgebühr sind Überweisungen vom Hausarzt zum Facharzt sinnvoll. Zwar sei der Facharztbesuch bis auf wenige Ausnahmen ohne Überweisung möglich, erläutert Rainer Sbrzesny von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). Aber der Hausarzt behalte besser den Überblick und könne die Behandlung entsprechend ausrichten, wenn er seinen Patienten gezielt überweist. Überflüssige Mehrfachuntersuchungen und nicht aufeinander abgestimmte Medikamentenverordnungen ließen sich so eher vermeiden.
Vor dem Wegfall der Praxisgebühr musste ein Patient, der ohne Überweisung zum Facharzt ging, die Praxisgebühr erneut entrichten, auch wenn er sie schon bei seinem Hausarzt gezahlt hatte. Ausgenommen von der freien Facharztwahl sind unter anderem Patienten, die an einem Hausarztmodell teilnehmen.
Service:
Die UPD berät im gesetzlichen Auftrag zu gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen in 21 Beratungsstellen, über ihren Arzneimittelberatungsdienst unter der Telefonnummer 0351/458 50 49 sowie über ein bei Anrufen aus dem Festnetz kostenfreies Beratungstelefon in mehreren Sprachen. Deutsch: 0800 0 11 77 22 (Mo. bis Fr. 10-18 Uhr, Do. bis 20 Uhr), Türkisch: 0800 0 11 77 23 (Mo. und Mi. 10-12 Uhr, 15-17 Uhr), Russisch: 0800 0 11 77 24 (Mo. und Mi. 10-12 Uhr, 15-17 Uhr).
10 Meinungen zu "Überweisungen weiter sinnvoll"
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40jahre
Montag, 18.03.2013, 09:22 Uhr sicherlich sind überweisungen nach wie vor sinnvoll - auch dem argument -der hausarzt behalte dann die übersicht- kann man zustimmen, sofern es denn dabei bleibt und nicht dazu führt, das in einigen wochen/monaten die ärzte erneut nach mehr geld rufen - meiner meinung nach würde es ausreichen, wenn nach einem facharztbesuch dieser seinen bericht an den kollegen hausarzt innerhalb einer frist 14 tage überstellen muss, im notfall jedoch sofort - es würde doppelt und dreifache arztbesuche zwar nicht gänzlich verhindern aber sicherlich stark einschränken - dann wären die zählungen der arztbesuche pro jahr zumindest etwas realitischer als bisher, denn bisher werden drei besuche gezählt und dann wäre es nur noch einer - doch diese wahrheit ist ja gar nicht gewünscht, bringt ja weniger argumente um an mehr geld zu gelangen -
alexbum
Mittwoch, 09.01.2013, 13:49 Uhr Dass die Praxisgebühr weggefallen ist, ist einerseits gud aber auch dahinter verbiergt sich eine reine Abzockerei. Alles ist nur eine Lüge, hier ein Beispiel dafür: Meine Freindin arbeitet nicht und ich bezahlte für Sie (vor dem Wegfall der Praxisgebühr) die Krankenversicherung in Höhe von 149 € pro Monat. Ab Januar 2013 muss man aber schon knapp 155 € pro Monat zahlen also 60 € mehr im Jahr. Früher betrag die Praxisgebühr 40 €/a, ab jetzt muss man 60 € im Jahr mehr zahlen auch wenn man nicht zum Arzt gehr. 20 € mehr als mit Praxisgebühr. Sch... Krankenkassen. Die Praxen haben sich also die Praxisgebühr auf einem anderen Wege gesichert áuch von den Leuten die nicht Krank waren. -
Wiros
Mittwoch, 09.01.2013, 12:11 Uhr In der Regel ist ja mit nur der Überweisung nicht getan, sondern die Hausärzte wollen ja auch dran rumdoktern und verschreiben und dran verdienen. Und dann erst zum Kollegen Facharzt überweisen. ZB als ich zum Hautarzt mich überweisen lassen wollte, hat sich der Hausarzt die Sache natürlich erst vorgenommen. Dann sagte er ausflüchtig : "Ach die Hautärzte sind immer gleich so rabiat". "Ich verschreib ihnen da was". Dann erst schrieb er die Überweisung aus. Was er verschrieb hatte keinen Wert. Der Hautarzt wollte für 500 € per Laser das wegmachen. Bin dann ohne Überweisung zum Chirurgen. Der hat es ohne noch Extrabezahlung weggemacht . Ich entscheide selbst ob ich gleich zum Facharzt gehe oder zuvor zum Hausarzt. Den Bericht bekommt der Hausarzt so und so. In der Regel fragt er wer der Hausarzt sei, bzw ich sage zusätzlich, er soll einen Bericht an den Hausarzt geben. Das beste Handhabung ist die in Schweden denke ich. Die bekommen festes Gehalt. Und können nicht klagen. Und die Patienten können sicher sein dass das gemacht wird was notwendig ist. Und nicht darüber hinaus viel Überflüssiges, mit jenen Nebenwirkungen wieder, damit daran noch besser verdient ist. . -
Acmilanforever
Mittwoch, 09.01.2013, 10:30 Uhr Ich finde es eigentlich gar nicht so schlimm, dass der Hausarzt einen "überweisen" muss. Man weiss schließlich nicht immer, ob es wirklich ein Facharzt von Nöten ist, oder die Krankheut auch so auskuriert werden kann. So nimmt man wenigsten den Menschen, die die Behandlung bei dem Facharzt dringend nötig haben nicht weg. Oder: Nicht alles, was in dem Befund steht, kann der Laie auch verstehen. Die Informationen im Internet machen da eher Angst, als für Aufklärung zu sorgen. Da ist sicherlich ein Gespräch mit dem Hausarzt sehr hilfreich. -
arid1
Mittwoch, 09.01.2013, 09:25 Uhr Die Überweisung durch den Hausarzt zum Facharzt ist nur deshalb sinnvoll, damit der Hausarzt auch einen Befunf über den Patienten zugestellt bekommt, was insgesamt gesehen für eine Therapie von Nutzen sein könnte. -
Wiros
Mittwoch, 09.01.2013, 08:26 Uhr „Aber der Hausarzt behalte besser den Überblick und könne“...so parallel zum Facharzrt auch noch Geld, also insgesamt doppelt, aus des Patienten Beschwerden herausziehen. , Bzw. aus den Krankenversicherungs- Beitragstöpfen, in die es ja vom Himmel herunter Geld hinein regnet. Längst dienen unsere Beitäge uns selbst zum kleinsten Teil nurmehr. Den überwiegende Teil , fressen viele Moloche im Gesundheitswesen. Wenn Verordnungen rationiert werden, dann nur dem Zweck, dass die Moloche entsprechend mehr aus den Töpfen von uns Beitragszahlern fressen können. Wie zB so die Ärzteeinkommen um das dreifache hochgeschnellt sind (nach Abzug der Kosten) gegenüber dem der Versicherten. -
kynos
Dienstag, 08.01.2013, 15:04 Uhr "Uns" Patienten wurde ja vorgeworfen, pro Jahr durchschnittlich 18 mal zum Arzt zu gehen... doppelt so häufig wie in anderen EU-Ländern. - Wie kam es dazu? "Wir" mussten erst zum Hausarzt, um eine Überweisung zum Facharzt zu erhalten. ERGO: 2 Termine machen, 2 Arztbesuche pro Krankheit, dann erneut in derselben Angelegenheit zum Hausarzt um zu erfahren, was der Facharzt diagnostiziert hat - super... - NUN wird jedoch hoffentlich alles besser, da auf der neuen elektronischen Versicherungskarte alle Befunde und Medikamentionen gespeichert werden (könnten?)...
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