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14.01.2013, 14:06 Uhr

Krankheiten als unterschätzte Killer

Eine ungewöhnliche schwere Grippewelle hält die USA im Griff. Wie schlimm die Grippewelle 2013 hierzulande wird, kann derzeit noch niemand sagen. Dass sie kommt, gilt dagegen als sicher. Seit Wochen steigt die Zahl der Infektionen. Während uns die Grippe Jahr für Jahr gerade mit der Frage nach einer wirksamen Schutzimpfung beschäftigt, kommen andere Krankheiten kaum ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Und manche von ihnen sind gefährliche Killer mit hohen Opferzahlen.

VonKarl Lüdecke für WEB.DE

Sepsis - das vergiftete Blut

In Deutschland sterben pro Jahr rund 60.000 Menschen an einer Sepsis. Damit ist die umgangssprachlich als Blutvergiftung bezeichnete Krankheit die dritthäufigste Todesursache. Die Sterberate unter den Erkrankten liegt bei rund 50 Prozent. Diese Zahlen gehen aus Studien des Kompetenznetzes Sepsis (SepNet) hervor, das vom Bundesministerium für Forschung und Bildung gefördert wird.

Auch die finanziellen Folgen der Krankheit sind enorm. SepNet zufolge wird mittlerweile rund ein Drittel aller Gelder in der Intensivmedizin für Sepsis-Patienten aufgewendet. Rechne man die Kosten für Arbeitsausfälle und Früh-Verrentungen hinzu, steige der Betrag schnell auf acht Milliarden Euro.

Von einer Sepsis spricht man immer dann, wenn die Infektion über den eigentlichen Entzündungsherd hinaus unkontrolliert in den Körper gelangt. Ausgangspunkt können kleine Wunden ebenso sein wie eine Lungenentzündung. Die Verbreitung der Keime im Körper führt im schlimmsten Fall zu einem septischen Schock mit Organversagen und Todesfolge. Als Symptome einer Sepsis gelten unter anderem Fieber, Herzrasen und Atemnot. Gerade weil diese Zeichen allein keine eindeutige Diagnose zulassen, ist der Gang zum Arzt dringend empfohlen.

Alle News vom: 14. Januar 2013 Zur Übersicht: Gesundheit

146 Meinungen zu "Tödlich, aber leider unterschätzt"

  • Wahlviech
    Samstag, 23.02.2013, 12:22 Uhr
    Auch wenn die Bundesdummies Infektionskrankheiten immer mal wieder als eine "Erfindung der Pharmaindustrie" zu diffamieren suchen, braucht man sich doch nur die Entwicklung der weltweit zunehmenden Infektionen an Tuberkulose anzusehen, um das als UNSINN zu erkennen.
  • Solifuga
    Freitag, 22.02.2013, 15:36 Uhr
    @zwergnase4 Keine Sorge, deine Grippe nimmt dir keiner weg... Wieviele Jahrzehnte nach der Einführung der Impfung wird denn deiner Meinung nach die "Versuchskaninchenphase" abgeschlossen sein?
  • zwergnase4
    Freitag, 22.02.2013, 13:58 Uhr
    Pharmaindustrie brauch wohl mal wieder Geld. Wenn ich schon Schilder lese kostenlose Grippeimpfung. Es müsste eher heißen Versuchkaninchen ohne bezhalung gesucht.
  • wahoo10
    Freitag, 22.02.2013, 12:52 Uhr
    5000 - 8000 Grippetote jedes Jahr in DT? Wo sind denn diese Zahlen her? Lt. Statistiken waren es in den letzten Jahren bis zu 100 000 Tote, wobei die Anzahl speziell durch die Schutzimpfungen auf 10000 - 20000 zurückgegangen ist. Zwar ein schlecht recherchierter Artikel, aber dafür wohl offensichtlich nicht von der Pharmaindustrie gesponsert.
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