Krebsreport: Immer mehr Frauen sterben an Lungenkrebs
Zahl der Krebstoten rückläufig
Statistiker aus der Schweiz und Italien werteten die Krankheitsdaten von 27 europäischen Ländern aus und trafen, wie schon in den vergangenen Jahren, eine Prognose für 2013. Demnach werden in den untersuchten Ländern im laufenden Jahr 1,3 Millionen Menschen an Krebs sterben. Die gute Nachricht: Die Zahl ist geringer als noch 2009, bei den Männern sinkt sie um sechs, bei den Frauen um vier Prozent.
Sieben Prozent mehr Lungenkrebs
Sorgen macht den Wissenschaftlern die steigende Zahl der Lungenkrebstoten - vor allem unter Frauen. Die Prognose für 2013 geht von einem Anstieg um sieben Prozent gegenüber 2009 aus. "Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird der Lungenkrebs schon 2015 europaweit die meisten Todesopfer bei Frauen fordern", so Carlo La Vecchia von der Universität von Mailand. Bei Männern ist dies bereits der Fall.
Brustkrebs runter, Pankreaskrebs rauf
"Der prognostizierte Anstieg für Lungenkrebs könnte darauf zurückzuführen sein, dass in den späten 60er- und 70er-Jahren viele junge Frauen mit dem Rauchen begonnen haben", vermutet La Vecchia. Die sinkende Zahl der Brustkrebstoten führen die Forscher dagegen auf Fortschritte in der Therapie und bei der Früherkennung zurück.Zwischen den untersuchten Ländern gibt es allerdings zum Teil deutliche Unterschiede. Beispiel Pankreaskrebs: Im europäischen Schnitt erliegen acht von 100.000 Männern und 5,5 von 100.000 Frauen diesem Leiden. Unter deutschen Frauen sind es dagegen 6,3 pro 100.000. Deutlich weniger betroffen sind spanische Frauen mit 4,1 pro 100.000. Insgesamt ist Pankreaskrebs damit europaweit auf Platz vier der tödlichen Krebserkrankungen gestiegen - bei Männern wie bei Frauen.
Mit Rauchstopp vorbeugen
"Die beste Vorbeugung gegen Pankreaskrebs ist, Tabakkonsum, Übergewicht und den oft daraus entstehenden Diabetes zu vermeiden", erklärt La Vecchia. Seiner Meinung nach könnten in Europa so ein Drittel der Todesfälle durch diese Krebsart verhindert werden. Denn weder bei der Behandlung noch bei der Diagnose seien im Moment Durchbrüche zu erwarten, die die Sterberaten günstig beeinflussen könnten.Der Co-Autor der Untersuchung, Fabio Levi von der Universität in Lausanne, sieht ebenfalls die Forcierung von Anti-Tabak-Kampagnen als Schlüsselbotschaft der Studie. "Wenn mehr Menschen dazu ermutigt werden könnten, dem Rauchen zu entsagen, oder es gar nicht erst anzufangen, könnten jedes Jahr Hunderttausende von Krebstoten in Europa verhindert werden." (lh)Quelle: M. Malvezzi et al. European cancer mortality predictions for the year 2013; Annals of Oncology 24: 792-800, 2013
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4 Meinungen zu "Lungenkrebs-Fälle nehmen zu"
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lizz12
Freitag, 15.02.2013, 17:27 Uhr Stimmt, DenkenundLenken. Das sehe ich auch so. Es zeigt mal wieder, dass da nur "Kleinigkeiten" in die Luft gewirbelt werden, was aber nach vielen Jahren zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Nicht umsonst ist es bei einigen Firmen üblich in einem extra Raum zu kopieren und zu drucken. -
Wahlviech
Donnerstag, 14.02.2013, 17:30 Uhr Inzwischen sind nicht mehr die Tabakbestandteile die eigentlichen Risikoträger sondern die chemischen Zusatz- und Lockstoffe in den Glimmstängeln. -
DenkenUNDLenken
Donnerstag, 14.02.2013, 11:45 Uhr Fakt ist doch, daß heute ein Großteil der Frauen in Büros arbeiten, in denen die hochgiftigen Tonerstäube aus Kopierern, Faxgeräten, Druckern, Scannern etc. die Lungen empfindlich und allergisch machen. Die Feinstaubfilter an den Geräten sind innerhalb kürzester Zeit pechschwarz und es stinkt trotzdem noch überall nach dem „warmen Staub“, der regelmäßig die feinen Lungenbläschen reizt und kontaminiert. Das ist wohl eher der Grund für die Zunahme an Lungenkrebs bei Frauen, denn dauerhafte Entzündungen sind als Krebsauslöser bekannt ! Die Erklärung, daß in den 60er/ 70er Jahren viele mit dem Rauchen angefangen haben, ist mir zu einfach und naiv. -
trucker5989
Donnerstag, 14.02.2013, 10:28 Uhr Angeblich geht die Zahl der Raucher kontinuierlich seit Jahren zurück. Aber die Zahl der Erkrankungen an Lungenkrebs steigen an. Wie passt das zusammen? ,Ich zitiere mal aus der Seite "rauchfrei-und-mehr.de" : "nach 10 Jahren: Das Lungenkrebs-Risiko ist auf dem Niveau eines Nichtrauchers." Im Artikel werden Wissenschaftler zitiert, dass der Anstieg mit Rauchern aus den späten 60er und 70er Jahren zusammenhängt. Das liegt 40-50 Jahre zurück.Wie verträgt sich das mit der Meinung, nach 10 Jahren ist man auf dem Niveau eines Nichtrauchers? Hier werden doch Vermutungen zurecht gebogen, wie man es gerade braucht. Was würden die sagen, wenn heute wirklich niemand mehr rauchen würde, aber die Zahl der Erkrankungen weiter ansteigen würde? Würde man dann erfahren, welchen Einfluss die vielen Schadstoffe die in die Luft geblasen werden, haben? Bis jetzt wird dieser Einfluss ja kleingeredet. Fragen über Fragen und keine wirkliche Antwort. Zum Schluss, nein, ich bin seit 2 Jahren kein Raucher mehr.
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