Hamburg (dpa/tmn) - Die erste Menstruation ist für Mädchen eine wichtige Erfahrung. Viele fürchten sich davor und wissen nicht, was auf sie zukommt. Vorbote ist häufig eine sich verändernde Brust. Dann kann Mädchen ein Notfallpaket Sicherheit geben.

Bei fast allen Mädchen setzt zwischen dem 9. und 15. Lebensjahr die erste Periodenblutung ein. Doch für viele Heranwachsende ist das Thema mit Scham und Ekel besetzt. "Eltern sollten deshalb rechtzeitig mit der Aufklärung beginnen und behutsam mit ihren Töchtern über die erste Menstruation sprechen", empfiehlt Andrea Mais. Sie ist Beirätin der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung. Damit signalisieren sie Gesprächsbereitschaft, und die Pubertierenden können im Bedarfsfall um Hilfe bitten.

Brustwachstum und Schambehaarung können Vorboten für die erste Regel sein. "Sobald Mädchen diese körperlichen Veränderungen an sich bemerken, sollten sie Tampons oder Binden dabei haben", rät Mais. So sind sie für den Ernstfall vorbereitet und umgehen peinliche Situationen, wie blutige Kleidung.

Welcher Schutz geeignet ist, entscheidet jedes Mädchen für sich. "Junge Frauen sollten den Hygieneartikel nutzen, mit dem sie sich am sichersten fühlen", sagt die Ärztin. In der Regel sind Binden für Anfängerinnen besonders gut geeignet. Sie sind leicht einzulegen und zu wechseln. Die Slipeinlagen können jedoch unangenehme Gerüche bilden und verrutschen leicht. Dadurch sind sie im Sportunterricht vielen Mädchen unangenehm.

Tampons dagegen sind rutschfest, geruchsneutral und auch für Einsteiger empfehlenswert. "Wenn die erste Periodenblutung einsetzt, ist der Scheideneingang mit dem Jungfernhäutchen durch hormonelle Einflüsse weich und dehnbar genug, um einen Tampon unproblematisch einführen zu können", sagt Mais. Allerdings ist die Handhabung für junge Mädchen oft befremdlich. Viele fürchten sich vor Schmerzen oder haben Angst, dass das Rückholbändchen reißt. "Mädchen brauchen in diesem Fall ein wenig Mut und positive Verstärkung von den Eltern, um Tampons auszuprobieren", erklärt die Medizinern.© dpa