Offenbach (dpa/tmn) - Ältere Füße haben andere Ansprüche. Daher können Senioren meist nicht dem allgemeinen Schuhtrend folgen. Auf unmodische Modelle zurückgreifen müssen sie dennoch nicht.

Senioren sollten beim Schuhkauf auf Wechselfußbetten achten. Der Innenraum des Schuhs ist dann so gestaltet, dass sich Einlagen individuell austauschen lassen. "Es ist genug Platz vorhanden, um orthopädische Fußeinlagen unterzubringen", erklärt Claudia Schulz vom Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie in Offenbach. Doch Senioren müssen nicht fürchten, dass solche Schuhe automatisch unmodern und altbacken wirken. "Viele Hersteller verbinden mittlerweile Mode und Komfort miteinander." Es muss also kein orthopädischer Gesundheitsschuh sein.

Neben der einfachen Schuhgröße ist auch die Schuhweite entscheidend. Sie gibt an, wie schmal oder breit der Schuh ist und wird in Buchstaben in der Reihenfolge des Alphabets angegeben. Standardschuhe haben meist eine Weite von F oder G. Ältere Menschen haben oft mit geschwollenen Füßen zu kämpfen und sollten daher mindestens zu einer H-Weite greifen. Bei Stiefeln sind variable Schaftweiten wichtig, damit die Wade nicht eingeengt wird. Hier helfen Schnürungen oder elastische Einsätze aus Stretchmaterial.

Bei der Sohle ist Flexibilität gefragt. Sie sollte rutschfest sein und einen dämpfenden Effekt haben. Besonders sogenannte PU-Sohlen, also Sohlen aus dem Kunststoff Polyurethan, eignen sich für Senioren. Es handelt sich um geschäumte Sohlen mit einem luftdurchsetzten Kern. Sie sind besonders leicht und federn die Schritte beim Laufen ab. Manche Schuhe haben außerdem einen integrierten Schockabsorber im Fersenbereich, der zusätzlich für Stabilität sorgt.© dpa