(sist) - Dr. Jack Berdy, ein New Yorker Mediziner, will eine Marktlücke entdeckt haben: Mit seinem Programm "Pokertox" zaubert er Pokerspielern künftig ein Gesicht ohne Emotionen, um sie dadurch erfolgreicher zu machen.

Beim Poker kommt es nicht nur auf ein gutes Blatt an, sondern auch darauf, sich nicht durch eine verräterische Mimik buchstäblich in die Karten schauen zu lassen. Viele Spieler kaschieren ihre Gesichtszüge mit riesigen Sonnenbrillen, andere versuchen mit einem Pokerface ein gutes Blatt oder einen Bluff zu vertuschen. Dr. Jack Berdy, der sich auf Botoxbehandlungen spezialisiert hat, verspricht künftig eine weitere Möglichkeit: Der Arzt aus Manhattan will Pokerspieler mit Hilfe von Botox von ihrer unerwünschten Mimik befreien, berichtet die "Huffington Post".

Viele Spieler senden unbewusste Signale an ihre Mitspieler aus: "Bei manchen Menschen, die eine ungewollte Karte bekommen, könnten sich zum Beispiel die Augenbrauen heben. Wenn dies eine allgemeine Reaktion ist, könnten wir Botox in gewisse Stellen spritzen, um sie zu verringern". erklärt Berdy.

Für den Mediziner stellt "Pokertox" eine gelungene Kombination aus seinem Beruf und seiner eigenen Spielleidenschaft dar, wie er der "Huffington Post" verriet. Ob die Methode wirkt und Spieler damit mehr Gewinn machen, ist noch unerprobt – bislang konnte Berdy mit seinem neuen Angebot keinen Kunden gewinnen. Für den Botox-Spezialisten wäre ein Erfolg von "Pokertox" allemal gewinnbringend: Schließlich bräuchten Pokerspieler alle drei bis vier Monate eine Auffrischungsbehandlung, damit sich keine verräterischen Emotionen in ihre Mimik zurückschleichen.