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09.09.2011, 16:20 Uhr

Ältere Menschen begehen häufiger Suizid

Dortmund (dpa/tmn) - Mit zunehmendem Lebensalter steigt statistisch gesehen die Zahl der Suizide. Darauf weist die Deutsche Hospiz Stiftung anlässlich des Welt-Suizid-Präventionstag an diesem Samstag (10. September) hin.

Über-60-Jährige würden sich überproportional häufig das Leben nehmen, erklärt Eugen Brysch, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung in Dortmund. Am häufigsten seien verwitwete Männer betroffen. Ihnen gelingt es schlechter als Frauen, den Kontakt zur Familie zu halten oder sich ein soziales Netzwerk aufzubauen. Männern falle es zudem schwerer, sich eine Depression einzugestehen.

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Menschen mit einer Altersdepressionen müssten deshalb besser versorgt werden. "Es wird viel unternommen, um die Zahl der Verkehrstoten zu senken - das muss bei den Selbstmorden auch geschehen", fordert Brysch. Gleichzeitig betont er: "Mit der Erhöhung von Brückengeländern und Fenstern, die sich ab dem zweiten Stock nicht öffnen lassen, löst man das Problem nicht."

Aus Zahlen des Statistischen Bundesamts geht hervor, dass sich 2009 etwa 9620 Menschen in Deutschland das Leben nahmen. 40 Prozent dieser Menschen seien 60 Jahre und älter, während sie an der Gesamtbevölkerung nur einen Anteil von 26 Prozent hätten, erläutert Brysch.

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21 Meinungen zu "Suizid betrifft vor allem Ältere"

  • bulli59
    Dienstag, 03.04.2012, 07:11 Uhr
    Man sollte die Sinnfrage neu stellen. Denn wird leben nicht mehr um zu leben, sondern sind doch nur Teil eines gigantischen Geschaeftes geworden. Das da die menschlichkeit keinen platz hat ist nur normal. Ein paar wenige wollen sehr viel macht haben, dann muessen sehr viele machtlos das leben ertragen. Und die Konsequenz........... Und unsere Szsteme sind nicht auf Menschlichkeit aufgebaut. Wenn jeder es versteht, waere eine Aenderung moeglich. Aber das gehoert nicht in der bereich der sogenannten Intelligeny.
  • MollyMalone67
    Donnerstag, 22.12.2011, 13:38 Uhr
    @Tholipor: "Es ist immer wieder traurig wenn sich ein Mensch das Leben nimmt.Probleme sind dafür da,um zu lernen und nicht sich gleich umzubringen.Nur aus Fehlern lernt man. Ältere Menschen müssen halt lernen das beste aus der jetzigen Situation zu machen.Und für alles gibt es bessere Lösungen als ein Selbstmord!!!" Und wieder jemand, der wie der Blinde von der Farbe redet! Hatten Sie schon einmal eine Depression? Sicherlich nicht. Sonst würden Sie möglicherweise anders reden und nicht oberlehrerhaft erklären, dass die, die sich umbringen, um Grunde nur nicht willens waren, zu lernen. Peinlich, so etwas.
  • desatamonti
    Dienstag, 29.11.2011, 11:41 Uhr
    Wer Frieden mit Gott hat, braucht sich nicht das Leben zu nehmen; er hat Hoffnung auf Hilfe von oben. Außerdem ist Suizid eine schwerde Sünde vor dem, der ihm sein wertvolles Leben geschenkt hat! Nur ein Tor oder Narr macht so etwas Abnormes.
  • 2050
    Dienstag, 29.11.2011, 08:07 Uhr
    Als ich "Hospizstiftung" las, war ich auf scheussliches gefasst, aber die Komentare sind ja noch schlimmer. WARUM, bitte, sollen wir Älteren qualvoll krepieren, oder zu Patienten (das ist latein und bedeutet "Die Erduldenden") eines Hospizes werden? Oder in einem Heim das Sterben auch noch absichtlich hinauszögern lassen?? Weil Religionen das für ihrem Gott gefällig halten? Nun, ich glaube an keine Religion, und ich will endlich die Trennung von Staat und Kirche. Über meinen Körper und meine Lebens-und Sterbensgestaltung zu verfügen ist mein grundlegendes Menschenrecht. Wenn Kinder oder gesunde junge Erwachsene ihrem Leben wegen sozialer Chancenlosigkeit ein Ende setzen, macht es vielleicht Sinn zu diskutieren - und das Versprechen des Sozialstaats endlich einzulösen. Bei uns Alten und chronisch Kranken ist das anders: Aus der Tatsache, dass alle Menschen sterblich sind, folgt: Wir brauchen das Recht auf Sterbehilfe (wenn wir das absichtliche Sterben, z. B. wegen der Probleme, Alzheimer früh zu diagnostizieren, nicht mehr selber können), und unsere Ruhe und die Information, wie es geht, wenn wir die notwendigen Medikamentenmengen noch selber beschaffen, aus der Packung pulen und schlucken können. Zum Glück ist in Deutschland der "Selbstmord" schon vor mehr als einer Generation aus dem Strafrecht ersatzlos gestrichen worden, und es wird höchste Zeit, das realisieren zu können!!! Es ist überfällig, dass ALLE ANDEREN LEUTE ein schmerzfreies und selbstbestimmtes Lebensende als Menschenrecht respektieren.
  • WilhelMine56
    Sonntag, 18.09.2011, 08:30 Uhr
    Die Planung von Mehrgenerationenhäusern durch die öffentlichen Verwaltungen ist ein wichtiger Weg. >Für Menschen verschiedener Altersgruppen bietet ein Mehrgenerationenhaus Raum, sich ungezwungen zu begegnen und gegenseitig von den Kompetenzen des jeweils anderen zu profitieren. Zudem wird es zu einer Dienstleistungsdrehscheibe< Einige Beispiele: http://www.mehrgenerationenhaeuser.de/coremedia/mgh/de/02__Das_20Aktionsprogramm/01__Was__ist__das__Aktionsprogramm/05__Leuchtturmh_C3_A4user/07__Leuchtturmhaus__07.html http://www.mehrgenerationenhaeuser.de/coremedia/mgh/de/01__Mehrgenerationenh_C3_A4user/04__H_C3_A4userinformationen/_C3_96hringen/Haus__1224.html
  • Nostri
    Montag, 12.09.2011, 13:21 Uhr
    das mit der Einsamkeit ist so eine Sache, weils ein Teufelskreis ist. Klar, wenn man gebrechlich ist, und es kümmert sich keiner, wenn selbst der Weg vom Wohnzimmer zum Kühlschrank eine Tortur ist, dann ist man wirklich arm dran und einsam. Ich seh aber auch soviele Leute, die einsam sind, obwohl sie noch mit dem Auto fahren können. Mein Großmutter z.B. versucht dadurch aktiv zu bleiben, fährt zu ihren Freundinnen etc, nachdem die aber auch schön langsam wegsterben sucht sie sich halt neue. Sie ist nicht Kontaktscheu, fährt auch mal in Kaffeehäuser wo sie sonst nicht hinfährt. Mit irgendjemanden kann man immer quatschen. Vorallem aber wird Querbeet gequtscht. Ich kenne da einen alten Mann, der noch aktiver ist als meine Oma, körperlich Fit, aber er wird wirklich immer einsamer, denn er erzählt immer nur vom Krieg oder von seiner Arbeit. Die Themen sind schnell durch. Er erzählt aber nie etwas von seinen Töchtern oder ähnliches, damit kann er nix anfangen. Sind 2 Einzelfälle, aber im groben muß man schon sagen, daß sich sehr viele einsperren, anstatt was zu unternehmen, oder daß sehr viele einfach nur leichte Unterhaltung "zum Zeitvertreib" brauchen - ich denk mir da immer "Zeit ist da das, was am wenigsten vorhanden ist" - und dann sieht man genug alte Menschen, die wirklich noch mit sich was anfangen wollen, die sich dennoch "weiterbilden" (also viel lesen, versuchen Populärwissenschaftliche Magazine und Bücher zu lesen), oder sogar Musikinstrumente lernen. Alte müssen halt auch selber was dazu beitragen, und damit meine ich ausschließlich die, die auch noch pysisch halbwegs Fit sind. Diese Leute muß man motivieren und sie müssen sich motvieren lassen.
  • tomtech
    Montag, 12.09.2011, 11:31 Uhr
    Was ist denn die Zukunft und das wir alle älter werden wie früher ? 5 jahre oder mehr mit nem Rollator durch die Gegend eiern ? Wo ist denn das Leben im Alter noch lebenswert? Sicherlich kommt es auf die Einstellung jedes Einzelnen an. Aber was hilft die beste Einstellung, wenn man permanent befürchten muss am Existenzminimum zu leben und allein gelassen zu werden ? Da möchte ich lieber mit 70 den Löffel abgeben, als mit 80 mich noch einsamer, noch gebrechlicher und noch mehr abgeschoben zu fühlen ! Und der Gedanke sich selbst ein Ende zu setzen - der ist da gar nicht mehr so abwegig. Ich bin jetzt 51 Jahre und noch ist das Leben trotz aller Wiedrigkeiten lebenswert, aber das kann sich ja schnell ändern.
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