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14.02.2012, 15:40 Uhr

Rauchfreie Zonen: Rauchverbote wirken auch daheim

Rauchfreie Büros, Bars und Restaurants sind inzwischen fast in ganz Europa Standard. Das führt aber keineswegs dazu, dass Raucher umso mehr zu Hause qualmen - im Gegenteil: Das öffentliche Rauchverbot ermutigt offenbar viele, nun auch in den eigenen vier Wänden auf den Glimmstängel zu verzichten, zeigt eine europäische Untersuchung.

Dafür nutzte das Team um Ute Mons von Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg die Angaben von mehr als 4600 Rauchern aus vier Ländern. Diese waren im Rahmen einer großen europäischen Untersuchung befragt worden - einmal vor Inkrafttreten der Nichtraucherschutzgesetze in den jeweiligen Ländern und einmal danach.

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Dabei zeigte sich, dass die meisten Raucher schon vor dem öffentlichen Rauchverbot nur eingeschränkt zuhause rauchten. Insbesondere Menschen in Frankreich und Deutschland verzichteten in der eigenen Wohnung ganz auf Zigaretten. Das stärkste Argument für ein rauchfreies Zuhause waren kleine Kinder, die im Haushalt lebten.

Weniger Qualm in den eigenen vier Wänden

Nach Inkrafttreten der Nichtraucherschutzgesetze stieg die Zahl der Raucher, die ihr Zuhause als rauchfreie Zone deklarierten, in allen untersuchten Ländern an. In Frankreich erhöhte sich diese Quote um 17 Prozent, in Irland um 25 Prozent, in den Niederlanden um 28 Prozent und in Deutschland sogar um 38 Prozent.

Besonders motiviert, ihr Heim rauchfrei zu machen waren Raucher, die Familienzuwachs bekommen hatten. Auch wer plante, in nächster Zeit das Rauchen ganz aufzugeben, verzichtete freiwillig darauf, daheim zu qualmen. Auch Raucher, die das Rauchverbot in Bars, Kneipen und Restaurant begrüßten, rauchten nicht mehr daheim.

"Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Rauchverbote in der Öffentlichkeit nicht dazu führen, dass Raucher mehr zuhause rauchen", erklären die Autoren. Stattdessen könnten sie Raucher dazu anregen, auch in ihren eigenen vier Wänden ein Rauchverbot zu etablieren. (cf)

Quelle: Mons U. Impact of national smoke-free legislation on home smoking bans: findings from the International Tobacco Control Policy Evaluation Project Europe Surveys, Tob Control doi:10.1136/tobaccocontrol-2011-050131

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3 Meinungen zu "Zu Hause ist rauchfreie Zone"

  • Kiko90
    Mittwoch, 22.02.2012, 10:12 Uhr
    Was soll denn dieser Schwachsinn?! Wofür raucht man dann überhaupt? Um 'in' zu sein? Man sollte nur aus Genuss rauchen und sich das dann in den eigenen 4-Wänden zu untersagen ist shizophren. Genauso wie: Chips werden bei mir nicht gegessen, Bier wird bei mir nicht getrunken... Ein Witz! Wofür gibt es in Wohnungen und Häusern so etwas wie Balkone und Fenster zum Lüften, oder wohnen die Testpersonen in Kellern?! Wer zuhause nicht raucht und das Raucherverbot in den Kneipen gutheisst kann auch gleich ganz aufs rauchen verzichten. Alles andere macht keinen Sinn und ist lächerlich und qualifiziert einen als Nachläufer was das rauchen angeht... (werdende Eltern und die, die es schon sind ausgenommen, wobei es dann immer noch Fenster und Balkone gibt!)
  • MollyMalone67
    Dienstag, 21.02.2012, 10:59 Uhr
    @diddeldaddel: Sie glauben gar nicht, wie viele Leute auch die E-Zigarette stören würde - denn denen geht es ums Prinzip. Um das, was sie allein für richtig halten. ;-)
  • diddeldaddel
    Montag, 20.02.2012, 17:49 Uhr
    es ist o.k. so, dass zu hause auch auf tabakqualm verzichtet wird, es stinkt ja auch pestillenzartig besonders morgens, wenn man ins wohnzimmer kam - und.......es wäre ganz gut, wenn in lokalen - wo ein absolutes rauchverbot verhängt wurde, wenigsten die e-zigarette erlaubt würde, da diese ja nun wirklich niemandem schadet und auch niemanden stören würde.
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