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29.08.2012, 16:37 Uhr

Zufriedenheit: Frauen haben eigenes Glücks-Gen

Frauen sind glücklicher, das stellen Befragungen immer wieder fest. Ein Grund dafür könnte in den Genen liegen, postulieren jetzt US amerikanische Forscher. Ist ein bestimmter Genabschnitt besonders wenig aktiv, fühlen Frauen sich sehr zufrieden. Für Männer gilt das leider nicht. Denn der hohe Testosteronspiegel scheint die positiven Effekte wieder aufzuheben.

Das stellten Studienleiter Henian Chen von der University of South Florida (USA) und seine Kollegen fest. Die Forscher analysierten in einer Langzeitstudie die Daten von 193 Frauen und 152 Männern, um zu diesem Schluss zu gelangen. Neben Genanalysen wurden die Beteiligten auch regelmäßig nach ihrem Befinden befragt. Dabei stießen die Wissenschaftler auf die positive Wirkung einer Genvariante, das die Bauanleitung für die Monoamin-Oxidase A (MAOA) enthält aber kaum aktiv ist.

Krieger-Gen jetzt Glücks-Gen

"Ich war sehr überrascht, weil MAOA bei niedriger Expression vor allem mit negativen Folgen wie Alkoholismus, Aggression oder unsoziales Verhalten in Verbindung gebracht wird - man nennt es sogar das Krieger-Gen", sagt Chen.

Das MAOA-Gen produziert ein Enzym, dass Serotonin, Dopamin und andere Neurotransmitter im Gehirn zersetzt. Diese Botenstoffe beeinflussen wesentlich die menschliche Zufriedenheit. Gibt es wenig von dem MAOA-Enzym, verbleiben viele der "Wohlfühl"-Botenstoffe im Hirn und wirken positiv auf die Stimmung. Der Zusammenhang war eindeutig: Frauen, die nicht die MAOA-Genvariante hatten, die wenig aktiv ist, waren unzufriedener als Frauen die immerhin eine Kopie besaßen. Besonders glücklich waren diejenigen, die sogar zwei Kopien in ihrem Erbgut aufwiesen.

Wirkt nicht bei Männern

Es gab auch viele Männer mit dem niedrigexprimierenden MAOA-Gen - aber ihre Stimmung beeinflusste das nicht. Chen und seine Kollegen vermuten, dass das Testosteron den positiven Effekt des Gens zunichtemacht. "Vielleicht sind Männer glücklicher, bevor sie erwachsen werden und ihr Testosteronspiegel ansteigt", so der Forscher.

In den letzten Jahren beschäftigen sich immer mehr Forscher mit der wissenschaftlichen Suche nach dem Glück. Zwillingsstudien hatten bereits darauf hingewiesen, dass 35 bis 50 Prozent der Fähigkeit zur Zufriedenheit von unseren Genen abhängt. (lh)

Quelle: Henian Chen, et al. The MAOA gene predicts happiness in women. Progress in Neuro-Psychopharmacology and Biological Psychiatry, 2012; DOI: 10.1016/j.pnpbp.2012.07.018

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8 Meinungen zu "Die Suche nach dem Glücks-Gen"

  • Hintergrund1
    Mittwoch, 03.10.2012, 07:54 Uhr
    Das wahre Glück wurde auf diesem Planeten noch gar nicht entdeckt. Seit Jahrhunderten wird Krieg geführt,betoniert und asphaltiert,mit Akw geprotzt und Geld verspekuliert,wo bleibt da des Menschen Glück? In den ach so modernen Politglasvitrienen und Betongebäuden oder in der aller modernsten Kriegsführung,als nie endende Modelle,soll Glück einen erfüllen,noch nicht einmal in hundert Jahren wird diese Farce des Lebens,einen mit Glück beseelen.
  • Vernunftsmensch
    Freitag, 31.08.2012, 11:14 Uhr
    Es ist doch schon seltsam. Ich schreibe, dass mein Statement allein auf Erfahrungswerten des persönlichen Lebens beruhen und dass es natürlich auch anders gelagerte Fälle gibt und dafür bekommt Du Daumen nach unten. Seit wann kann solch eine Aussage Daumen nach unten bekommen. Wenn jemand sagt: " Ich habe es so erlebt, aber andere erleben es ggf. auch anders" ist dies eine Aussage, die man nicht richtig oder falsch finden kann, sondern sie ist einfach Fakt und dies sollte bei etwaigen Bewertungen auch entsprechend berücksichtigt werden.
  • Puma1949
    Donnerstag, 30.08.2012, 16:04 Uhr
    Was denn nun - Glücks-Gen, Krieger-Gen? Entschliesst euch halt! Sinnlos ist es ohnehin. Wer versucht, "DIE Frauen" und "DIE Männer" zu beurteilen, muss scheitern. Keine zwei Menschen, auch innerhalb des gleichen Geschlechtes, sind gleich, selbst Zwillinge nicht. Schon von den Genen her. Die unterschiedlichen Lebensläufe kommen hinzu. Und da möchte man dann jeweils ungefähr die Hälfte der Menschheit generalisieren? Lächerlich.
  • IstDasWerbungNeinMeinNickname
    Donnerstag, 30.08.2012, 15:05 Uhr
    Das 'glücklich sein' und die Zufriedenheit sind für mich Zwei verschiedene "Dinge". Zufrieden bin ich, wenn ich meine Arbeit beendet hatte und mich mit einem Kumpel und einem Bier mal auf's Sofa setzen kann. Glücklich bin ich, wenn ich Lieben kann und Freunde haben, mit dem ich mein Glück der Liebe teilen kann.
  • IstDasWerbungNeinMeinNickname
    Donnerstag, 30.08.2012, 15:05 Uhr
    Zufriedenheit findet man nur in der Liebe (Familien) und in Freundschaften. Kein Gen im Universum, kann Liebe und Freundschaften ersetzen und somit glücklich machen.
  • MollyMalone67
    Donnerstag, 30.08.2012, 11:53 Uhr
    @Sorgenfrei: Was ist "Psychoparma"? Eine Schinkensorte von psychisch kranken Schweinen?
  • Vernunftsmensch
    Donnerstag, 30.08.2012, 10:06 Uhr
    Also wieder einmal eine Studie, die sehr viel Geld gekostet hat und letztlich nur Vermutungen zu Tage fördert. Ich würde hinsichtlich der Zufriedenheit jetzt keine genetischen Gründe anführen, sondern vielmehr die Erwartungshaltungen an das jeweilige Geschlecht. Bei den Frauen hat sich natürlich durch die längst fällige Gleichberechtigung sehr viel geändert, vor allem in beruflicher Hinsicht. Aber...die Erwartungen, die an sie gestellt werden, sind weiterhin deutlich niedriger als bei den Männern. Damit meine ich, dass es zwar registriert wird, wenn eine Frau im Beruf erfolgreich ist, aber sie nicht diesen Schmähungen unterworfen ist, falls der Erfolg mal ausbleibt, wie dies bei den Männern der Fall ist. Die Einstufung von Männern erfolgt von einem Großteil dieser Gesellschaft in erster Linie auf beruflichen Faktoren. Ist jemand Firmenleiter ist er der tolle Hecht, ist er ein paar Stufen tiefer in der Hierarchie heißt " Ach so, Du bist ja nur......" Bei Frauen....ist dies anders. Ist eine Frau Firmeleiterin heißt es...." Da hast Du ja wirklich etwas erreicht ". Ist sie ein paar Stufen tiefer heißt es: " Das ist ja nicht schlimm". Die Wertschätzung einer Person aufgrund seiner Persönlichkeit ist ein ganz entscheidender Bestandteil, damit diese eine Zufriedenheit erreicht. Daher ist es sehr entscheidend, woran diese Wertschätzung festgemacht wird. Wird sie in erster Linie entscheidend am beruflichen Status festgemacht und man kommt trotz aller Anstrengungen nicht weiter, wird jemand schnell unzufrieden. Wird jemand aber mit offenen Armen in der Gesellschaft angenommen, auch wenn er nur ein einfacher Angestellter ist, sieht die Sache anders aus. Daher würde ich als Fazit ziehen, dass Frauen nicht aufgrund eines Gens grundsätzlich zufriedener sind, sondern vielmehr der mit Ihnen anders gepflegte Umgang dazui führt, dass dort mehr Zufriedenheit ist. Ein praktisches Beispiel aus dem Alltag, was vermutlich jeder liebende Mann kennt, ist auch folgendes: Die Frau hat schlechte Laune und mich auch keinen Hehl daraus. Der Mann kriegt es ab, aber weil er seine Frau liebt, behält er selbst die Ruhe und sagt sich: " Das ist ja nur jetzt und morgen sieht es vermutlich wieder anders aus." Dem ist dann zwar auch so, aber.... wenn jezt der Mann mal einen Tag mit schlechter Laune hat, sollte er sich das nicht anmerken lassen, weil die Frau nicht dieses Verständnis dafür aufbringt, sondern vielmehr Vorwürfe äußert, wieso er denn so schlecht drauf ist. Der Mann bemüht sich aber im Gegensatz zur Frau dann auch, die Laune nicht an der Frau auszulassen. Natürlich gibt es wie in jedem Fall Ausnahmen. Dies sind aber die Erfahrungswerte, die ich selbst und auch aus meinem Bekanntenkreis so kenne. Dort sind es die Männer, die die sog. Faust in der Tasche machen, wenn die Frau schlechte Laune hat dies zu erdulden.
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