Der Tod einer deutschen Urlauberin durch Quallengift macht deutlich: Die Gefahr durch die Tiere wird häufig unterschätzt. Wie reagieren Sie nach dem Kontakt mit einer Qualle richtig?

Thailand: 20-Jährige aus Göttingen stirbt nach Kontakt mit Würfelqualle.

Eine 20-jährige Touristin aus Göttingen ist in Thailand nach Kontakt mit einer giftigen Würfelqualle ums Leben gekommen. Die Nesseltiere können bis zu drei Meter lange Tentakeln haben. Das Gift führt zu Lähmungen und Atemnot. Wer jedoch unmittelbar nach dem Kontakt die richtigen Maßnahmen ergreift, kann Schlimmeres verhindern

Wer beim Baden Kontakt mit einer Qualle hatte, sollte nicht mit dem Handtuch auf der betroffenen Stelle reiben. "Durch das Rubbeln können die noch inaktiven Nesseln entladen werden und für eine weitere Verschlechterung sorgen", sagt Wolf Groth vom Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin.

Greifen Sie zu Sand und Kreditkarte

Diese unscheinbaren Pilze leuchten in der Dunkelheit - warum tun sie das?

Essig und Backpulver helfen gegen das Entladen. "Das hat man aber am Strand eher selten dabei." Helfer können Sand auf die Hautstelle streuen und anschließend zum Beispiel mit einer Kreditkarte die Nesseln abschaben. Auf keinen Fall sollten sie die Nesseln mit Süßwasser abwaschen, weil diese sonst aufplatzen könnten.

Wer in tropischen Gewässern Kontakt mit einer gefährlichen Qualle hat, sollte das Wasser sofort verlassen. Ansonsten besteht schlimmstenfalls die Gefahr zu ertrinken. Außerdem wenden sich Betroffene am besten - wenn möglich - an die Strandaufsicht. "Ortskundige wissen meist, was dann zu tun ist." Bei Atemnot, Übelkeit, Schmerzen oder Hautrötungen sollte ein Arzt aufgesucht werden.© dpa