In jedem fünften französischen Mineralwasser befinden sich Schadstoffe, so zum Beispiel Rückstände von Medikamenten und Pestiziden. Einige Sorten werden auch in Deutschland verkauft.

Das französische Verbrauchermagazin "60 Millions de consommateurs" analysierte Wasserproben auf 85 Schadstoffe. Sowohl im französischen Leitungswasser als auch in Wasserflaschen aus dem Supermarkt wurden Pflanzenschutzmittel und sogar Arzneimittelrückstände gefunden. Darunter seien auch die in Deutschland beliebten Sorten Vittel und Volvic, berichtet "bild.de".

Rückstände in unschädlichen Mengen

Zehn von 47 Proben des Wassers aus Flaschen wiesen Spuren von Pestiziden oder Medikamenten auf, teilt das Magazin mit. Zehn Prozent beinhalteten beispielsweise Spuren von Tamoxifen, einem Arzneistoff, der für die Behandlung von Brustkrebs eingesetzt wird.

Zwar seien die nachgewiesenen Mengen für die Gesundheit unbedenklich, das Wasser könne weiterhin getrunken werden. Trotzdem gäben die Ergebnisse Anlass, sich Gedanken zu machen: Wie kommen die Schadstoffe ins Wasser? Und wie lässt sich verhindern, dass die Verunreinigung zunimmt?

Die Hersteller zweifelten die Ergebnisse zwar an. Doch auch eine darauffolgende zweite Analyse bestätigte die anfänglichen Resultate des Magazins in Zusammenarbeit mit der französischen Stiftung Danielle-Mitterand France Libertés. (sist)