In anderen Ländern gibt es sie schon. Nun werden die Schockbilder auch auf deutschen Zigarettenpackungen erscheinen und Rauchern den Appetit auf die Glimmstängel vermiesen.

Nichts für schwache Nerven: Auf den neuen Zigarettenpackungen wird es blutig!
Nach der Tabakrichtlinie müssen künftig zwei Drittel der Vorder- und Rückseite von Zigaretten- und Drehtabakverpackungen für Warnbilder und aufklärende Texte reserviert sein - weit mehr als bisher schon.
Kinder und Familie: Die Bilder sollen Raucher an die drohenden Folgen und Konsequenzen erinnern, die unter anderem den eigenen Nachwuchs betreffen.
Die harte Wahrheit: Ob Blindheit, Verfaulte Zähne oder ein totes Kind, den Rauchern bleibt nichts erspart.
Rauchen und Kinderwunsch passen schlecht zusammen: Die Gifte der Glimmstängel gelangen über das Blut in den Hoden und vermindern Beweglichkeit und Zahl der Spermien. Auch Frauen sind betroffen.
Jedes zweite Kind ist betroffen: Laut Krebszentrum leben in Deutschland die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen in einem Raucherhaushalt, also insgesamt 8,4 Millionen Kinder. Das Risiko, dass die Kleinen später selbst zur Zigarette greifen ist drei mal so hoch wie bei Kindern nichtrauchender Eltern.
Wenn das Augenlicht erlischt: Forscher haben herausgefunden, dass Raucher vermehrt am grauen Star erkranken, welcher die Hauptursache fürs Erblinden ist. Auch das Risiko von Schlaganfall, Herzinfarkt und verstopften Arterien steigt.
Auch nichts für das Herz: Die Schockbilder wollen darauf aufmerksam machen, dass langfristiges Rauchen auch zu Schäden an Herz und Lunge führen kann.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich fast sechs Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens.
Rauchen ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs und Mundhöhlenkrebs. Darüber hinaus spielt es eine Rolle bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, Harnblasenkrebs, Nierenkrebs, Magenkrebs sowie Leukämie.
Beim Rauchen während der Schwangerschaft wird das Ungeborene schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Dadurch wird eine gesunde Entwicklung des Babys gestört.